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Urteil: Staat darf nicht in Personalpolitik religiöser Schulen eingreifen

Wegen „Homo-Ehe“: Katholische US-Schule darf Lehrerin kündigen

  • Ein US-Gericht hat einer katholischen Highschool Recht gegeben, die einer Lehrerin wegen deren gleichgeschlechtlicher Ehe gekündigt hatte.
  • Der Staat dürfe nicht in Fragen der Personalpolitik religiöser Schulen eingreifen, so das Urteil.
  • Der Spruch entspreche dem "gesunden Menschenverstand", kommentierte ein Bistums-Jurist.
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Ein Bundesgericht in Indiana hat einer katholischen Highschool Recht gegeben, die einer Lehrerin wegen deren gleichgeschlechtlicher Ehe gekündigt hatte. Richter Richard Young wies die Klage der Lehrerin ab, die gegen die "Roncalli High School" des Erzbistums Indianapolis wegen Diskriminierung vor Gericht gezogen war, berichtet der katholische US-Pressedienst CNS.

Der Staat dürfe nicht in Fragen der Personalpolitik religiöser Schulen eingreifen. Dies verstoße gegen den ersten Zusatz der US-Verfassung, der ihnen Religionsfreiheit garantiert, so Young in der Urteilsbegründung.

 

Bistums-Jurist: Entspricht dem "gesunden Menschenverstand"

 

Die Lehrerin hatte beinahe 40 Jahre lang als Berufsberaterin an der Schule gearbeitet und heiratete 2015 ihre Partnerin. Die Kirche kündigte später das Arbeitsverhältnis. 2019 klagte die Frau gegen ihre Entlassung.

Die Entscheidung des Gerichts entspreche dem "gesunden Menschenverstand", kommentierte der Jurist Luke Goodrich, der das Erzbistum in dem Fall vertreten hatte. Der Staat habe kein Recht, sich in die Entscheidung einer religiösen Organisation einzumischen, "die den Glauben an die nächste Generation weitergeben kann".

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