Botschaft von Franziskus und Segen „Urbi et orbi“

Zu Weihnachten mahnt der Papst zu Geschwisterlichkeit

Franziskus hat die Menschen an Weihnachten zu Geschwisterlichkeit aufgerufen. Alle Menschen, unabhängig von Nation, Kultur, Religion und Anschauungen, seien Kinder Gottes, sagte er in seiner Botschaft am Ersten Weihnachtstag.

Die „universale Botschaft von Weihnachten“ laute, dass Gott seinen Sohn sende, er darum „ein guter Vater und wir alle Geschwister sind“. Ohne solche Geschwisterlichkeit drohten „selbst die besten Vorhaben seelenlos zu werden“, so der Papst.

Sorge um Heiliges Land, Syrien und Ukraine

Besonders erinnerte er an aktuelle Konfliktherde. „Es liegt an Israelis und Palästinensern, den Dialog wieder aufzunehmen und einen Weg des Friedens zu beschreiten“, sagte Franziskus in seiner Ansprache. Ähnlich möge das „geliebte und gequälte Syrien“ mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft „Geschwisterlichkeit wiederfinden“. Im Jemen solle die vermittelte Waffenruhe den Menschen Erleichterung bringen.

Die Ukraine mahnte der Papst, „die Rechte jeder Nation“ zu achten; nur so gebe es Frieden und „würdige Lebensbedingungen für die eigenen Bürger“. Mit Blick auf den innerorthodoxen Konflikt um die Ukraine sagte Franziskus, er bete darum, dass die „christlichen Gemeinschaften“ dort „geschwisterliche und freundschaftliche Beziehungen knüpfen“ könnten.

Gedanken an Glaubende unter Schwierigkeiten

Auch auf der koreanischen Halbinsel möge Weihnachten brüderliche Bande stärken, so dass der „eingeschlagene Weg der Annäherung“ weiter beschritten werde. Auch erwähnte der Papst die Konflikte in Venezuela, Nicaragua und in Afrika. Eigens gedachte er der Christen, die Weihnachten nur unter Schwierigkeiten feiern können. Im Anschluss spendete Franziskus den traditionellen Segen „Urbi et orbi“, der Stadt und dem Erdkreis.