Offizialat in Vechta bietet ein neues Orientierungsjahr

Gesucht: Bewohner für besondere WG

Sie werden für ein Jahr Dienst leisten. Wie die anderen Teilnehmer an einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) zum Beispiel in einem Krankenhaus, einem Kinderheim oder einer Kirchengemeinde.

Soweit also ganz normal, was das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta jetzt erstmals für vier junge Leute zwischen 18 und 27 Jahren anbietet. Und doch ist es etwas Besonderes und ganz Neues: Das Jahr, das jetzt unter der Überschrift „Boom! Das Oldenburger Orientierungsjahr“ auf Bewerber wartet.

Wohn- und Weggemeinschaft

„Es ist eine Art FSJ-plus“ erklärt Benedikt Feldhaus. Der Seelsorge-Referent für Junge Erwachsene organisiert das neue Angebot gemeinsam mit Jugendpfarrer Holger Ungruhe.

Kernidee und Hauptunterschied zu einem normalen FSJ ist das, was im Projekt „Weggemeinschaft“ heißt. Die Teilnehmer sollen ab Juli in eine Wohngemeinschaft mitten in der Oldenburger Innenstadt einziehen. Derzeit ldafür ein ehemaliges Pfarrhaus hergerichtet.

Für die Suche nach dem eigenen Weg

Eine Weggemeinschaft bilden? Gemeinsam nach Taizé und Israel fahren? Sich geistlich begleiten lassen? Gemeinsam wohnen, „beten, leben und arbeiten“, wie es im Informationsblatt zum Angebot heißt? Welche Teilnehmer wollen die Organisatoren erreichen?

Theologe Feldhaus ist sich sicher: „So etwas ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Aber es gibt durchaus junge Menschen, für die so ein christliches Orientierungsjahr genau passt.“ Und worum geht es den Organisatoren bei dem Angebot? Etwa um Nachwuchs für geistliche Berufe, Priester, Orden, Pastoralreferenten?

Offen auch für Zweifler

Benedikt Feldhaus lächelt. „Nein“, sagt er „wir wollen mit dem Orientierungsjahr keine Richtung vorgeben, sondern Angebote machen für junge Menschen, die nach der Schulausbildung auf der Suche und offen sind für neue Erfahrungen und bereit zur Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben.“ Das könnten ebenso gut ganz fromme Teilnehmer sein wie auch Zweifler.

Derzeit nimmt das Offizialat Bewerbungen entgegen. Wenn alles ganz ideal läuft, würden am Ende zwei männliche und zwei weibliche Teilnehmer in die „Boom-WG“ einziehen, meint Benedikt Feldhaus. „Aber das ist kein Muss“, betont er, „Qualität geht vor Quantität“. Weitere Informationen unter www.bmo-jugend.de.