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WFP sei im Kampf gegen den Hunger auf der Welt unersetzlich

Kirche und Politik würdigen Friedensnobelpreis für Welternährungsprogramm

  • Welternährungsprogramm (WFP) erhält Friedensnobelpreis
  • Bundesregierung, Vatikan und deutsche Kirche würdigen die Arbeit des WFP
  • Weltkirche-Bischof Ludwig Schick mahnt sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln an

Politik und Kirche haben einen Tag nach der Bekanntgabe des diesjährigen Friedensnobelpreises die Auszeichnung des Welternährungsprogramms (WFP) gewürdigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in ihrem wöchentlichen Video-Podcast am Samstag: „Ich gratuliere von Herzen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Programms, die sich weltweit und häufig unter schwierigsten Umständen und unter großen persönlichen Entbehrungen im Kampf gegen den Hunger engagieren.“ Der Preis sei zugleich eine Anerkennung für „das Bekenntnis zu internationaler Verantwortung und internationaler Solidarität“.

Auch der Vatikan lobte das WFP. Der Preis unterstreiche die Bedeutung des Kampfes gegen Hunger, sagte Fernando Chica Arellano, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls beim WFP, dem Portal „Vatican News“ (Wochenende). Ohne ein solches Engagement der internationalen Gemeinschaft sei Frieden nicht zu erreichen. „Möge die Menschheit den Egoismus vergessen, über sich selbst nachdenken, die Liebe zu den Ärmsten entdecken und ihnen helfen“, mahnte der Spanier. Bereits 2016 habe Papst Franziskus bei einem Besuch des WFP in Rom dazu aufgerufen, in Hilfsprogramme statt in Waffen zu investieren. Auch in seiner vor einer Woche veröffentlichten Enzyklika „Fratelli tutti“ werde dieses Thema aufgegriffen.

Schick: „Hunger muss nicht sein.“

Der katholische deutsche Weltkirche-Bischof Ludwig Schick betonte, die Ehrung sei ein wichtiges Zeichen, das auf die fast eine Milliarde Hungernden in der Welt hinweise. „Hunger muss nicht sein, er verursacht Not, Flucht, Kriege“, schrieb der Bamberger Erzbischof bei Facebook (Samstag). Auch andere Organisationen wie Misereor, Brot für die Welt und Brot für alle Menschen kämpften gegen den Hunger. „Jeder kann durch sorgsamen Umgang mit den Lebensmitteln, bewusste Ernährung, Umweltschutz zur Überwindung des Hungers beitragen“, so Schick.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bezeichnete das Welternährungsprogramm als „Leuchtturm in den Krisengebieten und die letzte Rettungsstation für Millionen Notleidende“. Die Auszeichnung sei „mehr als verdient“ und lenke die Aufmerksamkeit auf die Krisengebiete der Welt. „Eine Welt ohne Hunger ist möglich. Wir haben das Wissen und die Technologie. Dafür brauchen wir Investitionen von jährlich 14 Milliarden Dollar zusätzlich bis 2030. Das muss die Konsequenz aus der Verleihung des Friedensnobelpreises sein“, forderte der Minister im Interview der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).

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