Kollekten am kommenden Wochenende für Menschen in Indien

Misereor-Fastenaktion: „Heute schon die Welt verändert?“

Das Beispielland Indien.
Video des Hilfswerks Misereor zur diesjährigen Fastenaktion.Video: Misereor
Schulunterricht in einem Dorf in Indien.

Unter dem Leitwort „Heute schon die Welt verändert?“ sammelt das Hilfswerk Misereor in den katholischen Gottesdienste an diesem Wochenende für seine Arbeit. Das Leitwort könne zugleich als Frage und Aufforderung verstanden werden, teilte die Bischöfliche Pressestelle mit. Beispielland der diesjährigen Misereor-Fastenaktion ist Indien.

Auch die deutschen Bischöfe unterstützen die Aktion und weisen in einem gemeinsamen Schreiben auf deren diesjähriges Kernanliegen, den Zusammenhang zwischen Armut und Umweltzerstörung, hin. Dies gehöre „zu den großen Problemen unserer Zeit“, betonen die Bischöfe in dem Brief, den für das Bistum Münster Bischof Felix Genn unterzeichnet hat. „Niemanden darf dies gleichgültig lassen, denn das hieße, Gottes Plan für die Schöpfung und die Würde des Menschen zu verneinen“, schreiben die Bischöfe weiter.

Keine passiven Hilfsempfänger

Misereor setze sich im diesjährigen Beispielland Indien „für ein gutes Leben der Menschen am Rande der Gesellschaft“ ein, unter anderem durch Projekte zur Versorgung mit sauberem Wasser oder durch Bildungsangebote. In der Kooperation mit dem Beispielland Indien soll auch deutlich werden, dass die Projektpartner in den armen Ländern keine passiven Hilfsempfänger sind, sondern selbst die entscheidenden Akteure, die ihre eigene Lebenssituation und die der ganzen Gesellschaft verbessern können.

Misereor ist das weltweit größte katholische Entwicklungshilfswerk. Es wurde 1958 von den deutschen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt und deren Ursachen gegründet. Seit seiner Gründung hat das Hilfswerk nach eigenen Angaben rund 107.000 Projekte mit mehr als 7,2 Milliarden Euro unterstützt. Derzeit arbeitet Misereor mit 1.900 Partnerorganisationen in etwa 3.000 laufenden Projekten in gut 90 Ländern zusammen.