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Interreligiöse Delegation im Vatikan zu Gast

Papst mahnt Religionen in Korea zum Einsatz für Frieden

Papst Franziskus hat koreanische Religionsführer zum Einsatz für Frieden und Gewaltfreiheit aufgerufen. Er kam im Vatikan mit einer interreligiösen Delegation aus Korea zusammen.

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Papst Franziskus hat koreanische Religionsführer zum Einsatz für Frieden und Gewaltfreiheit aufgerufen. Sie müssten sich in Worten und Gesten einem „Narrativ der Angst“ und einer „Rhetorik des Hasses“ entgegenstellen, sagte er bei einem Treffen mit einer interreligiösen Delegation aus Korea am Samstag. Er bete beständig für Frieden und Versöhnung für das koreanische Volk.

Der Vorsitzende der Koreanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Kim Hee-jong, war mit rund 20 Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften des Landes im Vatikan zu Gast. Der Besuch war Teil einer interreligiösen Pilgerfahrt.

Religionen sollen gemeinsam „für den Frieden arbeiten“

Franziskus betonte, die Kirche setze besonders seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auf den „oft schwierigen Weg des Dialogs“. Es gehe darum, mit anderen Religionen für Gemeinwohl und Frieden zu arbeiten. Nötig seien Offenheit und die wechselseitige Achtung des Rechts auf Leben, Unversehrtheit, Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit.

Nordkorea
Dieses Bild, das die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA Ende August verbreitete, soll Staatspräsident Kim Jong-un beim Besuch einer Raketenbasis zeigen. Wann es entstand, lässt sich nicht überprüfen. | Foto: Reuters

Die Welt erwarte von den Religionen Antworten und gemeinsames Engagement zu unterschiedlichen Fragen, sagte der Papst. Er nannte Menschenwürde, Hunger und Armut, ebenso eine Absage an Gewalt, besonders jene im Namen der Religion. Auch nannte er die „Krise der Familie, der Wirtschaft, der Ökologie und nicht zuletzt der Hoffnung“.

Kirchliche Betätigung in Nordkorea verboten

Die Koreanische Bischofskonferenz mit Sitz im südkoreanischen Seoul hatte nach den jüngsten nordkoreanischen Raketentests zu stärkeren Friedensbemühungen aufgerufen. Erzbischof Kim äußerte gegenüber dem italienischen katholischen Pressedienst SIR die Ansicht, mit Vermittlung internationaler Großmächte könne ein Friedensabkommen zwischen Nord- und Südkorea möglich werden.

Nordkorea vertraue der katholischen Kirche, so der Erzbischof. Man unterhalte „immer noch eine vertrauensvolle Beziehung“. Die Bischofskonferenz repräsentiert nur die Kirche Südkoreas, im Norden ist jede kirchliche Betätigung verboten.

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