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Firmlinge und Eltern sprechen sie dafür aus

Protesten zum Trotz: Kölner Kardinal Woelki spendet in Düsseldorf Firmung

  • Trotz Protestaktionen hält Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki an Firmung in Düsseldorf-Gerresheim fest.
  • Die Eltern und Firmlinge der Gemeinde haben sich darauf verständigt.
  • Die Initiatoren des Offenen Briefs halten sich bewusst mit Protestaktionen zurück.
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Trotz heftiger Proteste im Vorfeld wird der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki am Mittwoch in Düsseldorf Jugendlichen selbst die Firmung spenden. Ein Sprecher des Erzbistums bestätigte am Montag einen Vorab-Bericht der "Augsburger Allgemeine" (Dienstag): "Die Firmlinge und deren Eltern haben sich dafür ausgesprochen." Die Initiatoren eines Offenen Briefes und Organisatoren einer Protestaktion hätten der Kirchengemeinde zugesichert, dass es vor Ort keine Protestaktionen geben werde.

Rund 140 Unterzeichner eines Offenen Briefes - darunter Mitglieder der Reforminitiative Maria 2.0 - hatten Woelki im Mai aufgefordert, die Firmung in Sankt Margareta nicht persönlich zu spenden, sondern dafür einen Vertreter zu schicken. Der Kardinal sei wegen der Missbrauchsaufarbeitung unglaubwürdig, hieß es zur Begründung. Bei einem anschließenden Gespräch in der Gemeinde hatten Protestierende dem Erzbischof Rote Karten entgegengestreckt.

Initiatoren der Protestaktionen kritisieren Woelkis Vorgehen in Düsseldorf

Einer der Initiatoren bestätigte den Verzicht auf Protestaktionen bei der Firmung. Zugleich kritisierte Peter Barzel in der Zeitung das Vorgehen Woelkis. "Ich hätte mir einen geschützteren Rahmen für die Firmung gewünscht, weil sein Schritt nun ein großes, auch mediales Interesse provozieren wird."

In der betroffenen Gemeinde in Düsseldorf-Gerresheim waren zwei der Priester tätig, gegen die zuletzt Vorwürfe laut geworden waren: Pfarrer D., den Woelki 2017 trotz des Vorwurfs sexueller Übergriffe zum stellvertretenden Düsseldorfer Stadtdechanten ernannte und kürzlich beurlaubte, war dort früher Kaplan. Dem inzwischen verstorbenen Pfarrer O. wird eine schwere Missbrauchstat an einem Kind vorgeworfen. Woelki wurde dafür kritisiert, dass er den Fall nach seinem Amtsantritt 2015 zwar zur Kenntnis genommen, aber eine kirchenrechtliche Voruntersuchung und eine Meldung nach Rom unterlassen habe. Der Kardinal begründete dieses Vorgehen mit der damals weit fortgeschrittenen Demenz des ehemaligen Pfarrers, die eine Befragung unmöglich gemacht habe.

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