Kirche+Leben Lexikon

Was ist ein Bischof?

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Der Bischof leitet das Bistum. Er hat die oberste Hirten-, Lehr- und Jurisdiktionsgewalt in seinem Sprengel. Nach katholischem Glauben übt der Bischof sein Amt in der Nachfolge und Vollmacht der Apostel aus. Die Bischöfe leiten die ihnen zugewiesenen Teilkirchen „als Stellvertreter und Gesandte Christi“, wie es das Zweite Vatikanische Konzil formulierte.

Die besondere Stellung des Bischofs wird dadurch deutlich, dass ihm die Spendung bestimmter Sakramente wie etwa Firmung oder Priesterweihe zukommt. Deutlich wird dies auch durch die Art, wie der Bischof Gottesdienst feiert (Pontifikalamt) und durch Gewänder und Amtsabzeichen (Mitra, Bischofsstab, Bischofskreuz).

„Aufseher“ und „Schiedsrichter“

Alle Priester feiern in seinem Auftrag und als seine Vertreter in seinem Bistum Eucharistie und nennen bei der Messe im Hochgebet den Namen des Bischofs. Sie sind von ihm für ihre Aufgaben in Gemeinde und Seelsorge beauftragt.

Das Wort Bischof leitet sich ab vom griechischen „Episkopos“, was „Aufseher“ und „Schiedsrichter“ bedeutet. Dem Bischof zur Seite stehen Weihbischöfe, die ihm bei bestimmten Aufgaben – etwa bei der Spendung der Firmung - helfen.

Die Diözesanbischöfe des Bistums Münster
1801 – Franz Friedrich Wilhelm Freiherr von Fürstenberg
1807 – Klemens August Droste Freiherr zu Vischering
1820 – Ferdinand Freiherr von Lüninck
1825 – Kaspar Max Freiherr Droste zu Vischering
1846 – Bernard Georg Kellermann
1847 – Johann Georg Müller
1870 – Johann Bernard Brinkmann
1889 – Hermann Dingelstad
1911 – Felix von Hartmann
1913 – Johannes Poggenburg
1933 – Clemens August Graf von Galen
1947 – Michael Keller
1962 – Joseph Höffner
1969 – Heinrich Tenhumberg
1980 – Reinhard Lettmann
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