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Gedenkjahr startet am 19. März

Papst kündigt Aktionsjahr „Amoris laetitia“ zu Ehe und Familie an

  • Papst Franziskus hat ein eigenes Jahr zum katholischen Ehe- und Familienverständnis angekündigt. Beginnen soll es am 19. März.
  • Für vor allem innerkirchliche Diskussionen sorgte es, weil Franziskus in einer Fußnote die Möglichkeit eröffnet, wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen nach Beratung mit einem Seelsorger wieder zur Kommunion zuzulassen.
  • Das Schreiben insgesamt wie auch der Sonntag der Heiligen Familie, so der Papst in seiner Ansprache, sei Anlass, „den erzieherischen Wert der Kernfamilie wiederzuentdecken“.
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Papst Franziskus hat ein eigenes Jahr zum katholischen Ehe- und Familienverständnis angekündigt. Beginnen soll es am 19. März, dem fünften Jahrestag seiner Enzyklika „Amoris laetitia“, so das Kirchenoberhaupt beim Mittagsgebet am Sonntag im Vatikan. Am heutigen Sonntag begeht die katholische Kirche das Fest der Heiligen Familie.

Es gehe darum, „das Ideal der ehelichen und familiären Liebe neu vor Augen zu führen“, so Franziskus. Das Aktions- und Gedenkjahr sei eine Gelegenheit, den Inhalt von „Amoris laetitia“ etwa durch konkrete Vorschläge und pastorale Handreichungen zu vertiefen. Federführend bei der Durchführung ist nach Aussage des Papstes die vatikanische Behörde für Laien, Familie und Leben.

Mit dem Dokument „Amoris laetitia“ fasste der Papst die Ergebnisse zweier Familiensynoden von 2014 und 2015 zusammen. Für vor allem innerkirchliche Diskussionen sorgte es, weil Franziskus in einer Fußnote des knapp 300 Seiten umfassenden Schreibens die Möglichkeit eröffnet, wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen nach Beratung mit einem Seelsorger wieder zur Kommunion zuzulassen.

Papst: Den erzieherischen Wert der Kernfamilie wieder entdecken

Das Schreiben insgesamt wie auch der Sonntag der Heiligen Familie, so der Papst in seiner Ansprache, sei Anlass, „den erzieherischen Wert der Kernfamilie wiederzuentdecken“. Eine Familie müsse auf Liebe gründen, so dass ihre Beziehungen stets „Horizonte der Hoffnung“ öffnen. „Aufrichtige Gemeinschaft“ sei möglich, wenn in einer Familie gebetet wird, wenn „tiefe und reine Zuneigung“ sowie „Vergebung über Zwietracht herrscht“. „Gegenseitige Zärtlichkeit und gelassenes Festhalten an Gottes Willen“ milderten die tägliche Härte des Lebens.

Natürlich gebe es in Familien auch Auseinandersetzungen, mitunter sehr heftige. Wenn irgend möglich soll solcher Streit nach Franziskus' Worten beendet werden, „bevor der Tag zu Ende geht“. Denn der „kalte Krieg des nächsten Tages ist noch schlimmer“, so der Papst. Dabei erinnerte er erneut an drei für das Zusammenleben wichtige Worte: „Bitte, Danke und Entschuldigung“.

Mittagsgebet mit dem Papst nur online

Wie schon am Vortag wurde das Mittagsgebet des Angelus nur online und im Fernsehen übertragen. Wegen der in Italien am Sonntag noch geltenden Ausgangssperre sollten keine Menschen zum Petersplatz kommen, um den Papst wie sonst am Fenster des Apostolischen Palastes zu sehen.

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