Bistum will Berufungspastoral reformieren

Aus für Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ in Münster

Die Berufungspastoral im Bistum Münster wird reformiert. Generalvikar Norbert Köster sagte am Donnerstag, das gesamte Feld werde inhaltlich und strukturell überprüft. Die Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ werde in bisheriger Form nicht fortgeführt. Sie schließt zum 1. Juni.

Eine Gruppe, der unter anderem mehrere junge Priester angehören, solle in den kommenden Monaten ein neues Konzept für die Suche nach Priesterberufungen erarbeiten. Künftig sollten Interessierte noch stärker an Orten angesprochen werden, an denen sie ohnehin in Kontakt mit der Kirche kommen.

Zunächst Konzentration auf Priesterberufungen

Köster sagte, „besondere Orte unserer Jugendpastoral“ könnten dabei eine Rolle spielen. Details stehen noch nicht fest. Laut Generalvikar ist das Ziel, junge Menschen, die sich berufen fühlen, „dort zu erreichen, wo sie den Glauben als lebendig und lebensbereichernd erfahren“.

Eine Frist, bis zu der das Konzept stehen soll, gibt es nicht, erläuterte die Bischöfliche Pressestelle auf Nachfrage. Die Überlegungen konzentrieren sich demnach zunächst auf Priesterberufungen.

Diözesanstellen-Leiter Limberg geht nach Rheine

Anfang 2019 sei zudem eine Kampagne geplant, in der das Bistum Münster zeigen wolle, dass die katholische Kirche ein attraktiver Arbeitgeber mit einer Vielzahl von Berufen sei. „Auch mit dieser Kampagne werden wir das Thema der vielfältigen Berufungen für den pastoralen Dienst verbinden“, sagte Köster.

Der bisherige Leiter der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“, Martin Limberg, wird zum 1. Juni Pastor in St. Dionysius Rheine. Er bleibt Spiritual im Exerzitien- und Tagungshaus Gertrudenstift in Rheine.