Anzeige
Komm in den Login KLup
___STEADY_PAYWALL___

35 pastorale Räume statt 35 Pfarreien – und Priester an der Spitze

Bistum Trier: Keine Laien leiten Pfarreien – Ackermann folgt dem Vatikan

  • Der Trierer Bischof Stephan Ackermann passt die Pfarreireform im Bistum an Vorgaben des Vatikans an.
  • Es werde künftig keine Großpfarreien oder gemeinsame Leitung von Priestern und Laien auf Ebene der Pfarrei geben, schreibt er.
  • Priester leiten die Teams, in denen aber auch Laien mitarbeiten.
Anzeige

Nach langem Ringen passt der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Pfarreireform im Bistum an Vorgaben des Vatikans an. In einem Brief an alle Katholiken bekräftigt Ackermann, es werde in der Diözese künftig keine Großpfarreien oder gemeinsame Leitung von Priestern und Laien auf Ebene der Pfarrei geben.

Damit gibt er zentralen Kritikpunkten Roms an ursprünglichen Reformplänen nach. Eigentlich hatte das Bistum nach einer Diözesansynode 35 Großpfarreien mit Leitungsteams aus Priestern und Laien einsetzen wollen. Diese Pläne hatte der Vatikan im November 2019 gestoppt.

 

Priester leiten Teams mit Haupt- und Ehrenamtlichen

 

In seinem auf den 24. Februar datierten Schreiben geht Ackermann ausführlich auf die bereits im November 2020 vorgestellten geänderten Pläne ein. Danach sollen sich die aktuell 887 Pfarreien in den bestehenden Verbünden zu höchstens 172 Pfarreien zusammenschließen. Sie werden jeweils von einem Pfarrer geleitet. Zusätzlich sollen 35 größere Einheiten entstehen, sogenannte pastorale Räume. Auch dort soll ein Priester an der Spitze eines Leitungsteams stehen.

Dazu schreibt der Bischof: „Das Team wird von einem Priester geleitet. Dieser nimmt die Leitung in kollegialer Weise wahr.“ Im Team sollen bis zu drei Hauptamtliche und zwei Ehrenamtliche mitwirken.

 

Pfarrer an der Spitze der Pfarreien und der großen Räume

 

Jeder erhalte einen festen Verantwortungsbereich. Der Priester solle in der Regel eine Doppelfunktion haben und zugleich Pfarrer einer Pfarrei im pastoralen Raum sein. Diese Einheiten sollen kirchliches Leben vernetzen, übergreifende „Orte von Kirche“ fördern, Verwaltungsvorgänge bündeln und über den Einsatz pastoraler Mitarbeiter entscheiden.

Bis zum Sommer soll es zu den anstehenden Veränderungen Gespräche in den Pfarreien geben. Ab 2022 sollen die neuen Strukturen umgesetzt werden. Bis 2025 sollen die Pfarreien fusioniert sein.

 

Es gab Beschwerden in Rom - auch von Priestern

 

Nach Beschwerden von Priestern und Katholiken aus dem Bistum hatte der Vatikan grundsätzliche Änderungen an den urprünglichen Reformplänen verlangt. Zudem veröffentlichte er im Juli 2020 eine allgemeine Instruktion, die Gemeindereformen Grenzen setzt.

Drucken
Anzeige