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30 Mitbrüder engagieren sich in der Pflege und sozialen Arbeit

Canisianer haben ihr Wahlkapitel von Anfang Mai auf Anfang Oktober verschoben

Der neue Leiter und der neue Brüderrat der Canisianer wird erst im Oktober bestimmt. Der Gottesdienst mit Bischof Genn am 2. Mai wird verschoben. 30 Brüder in Münster, Kevelaer, Vreden und Recklinghausen gehören zum Orden. 

Bereits Ende März wollten die Canisianer in Münster turnusgemäß ihren neuen Leiter wählen und den neuen Brüderrat bestimmen. Das wurde wegen Corona auf Anfang Mai verschoben. Am 2. Mai sollte Bischof Felix Genn die Wahl bestätigen und mit den Brüdern im Canisiushaus Gottesdienst feiern. Doch auch diese Wahl musste wegen der Pandemie verschoben werden - auf Anfang Oktober.

Die 1854 vom münsterschen Bischof Johann Bernhard Brinkmann in Kevelaer gegründete ehemalige „Kongregation der Brüder der christlichen Liebe" und heutige „Brüdergemeinschaft der Canisianer“ ist eine Ordensgemeinschaft bischöflichen Rechts. Ob der Bischof im Oktober anlässlich der Kapitelwahl kommen kann, sei aber noch fraglich, sagt Bruder Helmut Zech, der Leiter der Gemeinschaft. „Eingeladen ist er natürlich.“ Normalerweise sei alle sechs Jahre eine Brüderversammlung und die Wahl einer neuen Leitung vorgesehen. Bei dem Kapitel gehe es immer auch darum, das religiöse und soziale Leben der Gemeinschaft, ihre Aufgaben und Tätigkeiten an die aktuelle Lage anzupassen und auf künftige Erfordernisse auszurichten.

Keine eigenen Einrichtungen

„Wir haben ja keine eigenen Einrichtungen und sind nur in anderen Einrichtungen tätig“, erklärt er. Die Aufgaben und Einsatzorte richteten sich nach den jeweiligen Berufen der Brüder. Der Schwerpunkt liege heute auf der Alten- und Krankenpflege und der sozial-pastoralen Arbeit. Früher waren die Brüder auch in der Erziehungsarbeit und als Sakristane tätig.

„Wir sind eine kleine Gemeinschaft, jeder Bruder kann Anträge stellen, um das Ordensleben zu gestalten“, erklärt er. 30 Brüder gehören zurzeit zum Orden. Sie leben in Münster, Kevelaer, Recklinghausen, Vreden und Hildesheim. Als Bruder Helmut 1965 in den Orden eintrat, waren es noch 75. Das Durchschnittsalter liege aktuell bei 65 Jahren, was im Vergleich zu anderen Gemeinschaften gar nicht mal so schlecht sei, sagt der Leiter.

Konzentration auf Schwerpunkte

In den vergangenen sechs Jahren seiner Amtszeit mussten dennoch einige gravierende Entscheidungen getroffen werden: So hat der Orden das Herz-Jesu-Kloster in Vreden aufgegeben müssen, den Altersitz der Gemeinschaft. Die älteren Mitbrüder zogen ins Canisiushaus nach Münster zu den noch tätigen Brüdern. Dort befindet sich auch das Noviziat. „Zwei Mitbrüder von uns leben inzwischen im Altersheim“, sagt Bruder Helmut.

Auch die Aufgabe des sozial-pastoralen Zentrums und der Werkstatt in Cardonal im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo gehört zu den großen Veränderungen. Die dort eingesetzten Brüder kamen zurück nach Deutschland. „Gleichzeitig haben wir unsere Mexiko-Stiftung aufgebaut, die die pastorale und soziale Arbeit mit den Menschen in Mexiko unterstützt. Das läuft gut“, sagt er.

Für die kommenden sechs Jahren sei es wichtig, die Aufgaben zu konzentrieren und Schwerpunkte zu setzen. Dazu gehöre unter anderem, die Arbeit der beiden Mitbrüder in der Gastkirche in Recklinghausen zu stärken. „Auch Kevelaer, unserer Gründungsort, ist uns wichtig“, sagt der Leiter der Canisianer. Dort engagierten sich einige ältere Brüder ehrenamtlich.

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