Entwendeter Buchstabe soll Zerstörung von Keyenberg für Tagebau verhindern

„CDU-C“ in Kirche: Greenpeace fordert Stopp von Garzweiler

Greenpeace hat den Stopp des Tagebaus Garzweiler und den Erhalt der Kirche im nordrhein-westfälischen Keyenberg gefordert. Auf dem Twitter-Account „Ich bin das C“, der anlässlich des entwendeten Logobuchstabens vor der CDU-Parteizentrale geschaffen wurde, schrieben die Umweltschützer: „Am Totensonntag gedenke ich den 300 Dörfern, die dem Tagebau schon zum Opfer gefallen sind.“

Zugleich baten sie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), er möge die Vernichtung des mehr als 1.000 Jahre alten Dorfes Keyenberg verhindern. Auf einem dazu verbreiteten Bild war ein rotes C im Altarraum der Heilig-Kreuz-Kirche zu sehen.

Heilig-Kreuz-Kirche soll 2023 abgerissen werden

Zu einem weiteren Foto mit dem Logobuchstaben vor der neugotischen Hallenkirche hieß es: „Diese Kirche ist über 1.000 Jahre alt. Jetzt gehört sie RWE und soll bald im riesigen Loch des Tagebaus Garzweiler verschwinden.“ Der Bau selbst ist zwar erst etwa 100 Jahre alt, jedoch wurde eine Kirche in Keyenberg das erste Mal im Jahr 893 urkundlich erwähnt. Derzeit ist der Abriss der Heilig-Kreuz-Kirche für das Jahr 2023 geplant.

Greenpeace hatte am Donnerstag vor der Berliner CDU-Parteizentrale den Logobuchstaben „C“ entwendet und hinter den verbleibenden Buchstaben ein großes Transparent entfaltet, sodass zu lesen war: „DU sollst das Klima schützen.“ Auf dem Twitteraccount @IchBinDasC wird die „Reise“ des entwendeten roten C dokumentiert und mit Umweltschutz-Forderungen verknüpft.