Escape Rooms, Graffiti und Austausch

Das hat der Katholikentag in Münster für Jugendliche zu bieten

Gespannt betreten die acht Kinder und Jugendlichen aus Rheinberg den Raum. In 45 Minuten müssen sie herausfinden, wie Paulus entkam. Sie wissen nur: Es hat irgendwie etwas mit einem Korb zu tun.

Klingt nach Jugendkrimi, ist es aber nicht. Es handelt sich um einen „Escape Room“, beim Katholikentag der „Damaskus Escape Room“ der Jugend der Gemeinschaft Emmanuel. Escape Rooms sind unter Kinder und Jugendlichen  Trend. Das Prinzip ist einfach: Innerhalb von 45 Minuten müssen sie aus dem Raum entkommen. Das schaffen sie, indem sie Rätsel lösen – echter Nervenkitzel.

Rätsel lösen und Schlösser knacken

Die Rheinberger legen los. Was jetzt? Wo sollen sie anfangen? Einige suchen den Boden ab, andere heben die Vasen auf dem Regal hoch, und schauen, ob etwas darunter liegt. Sie finden verschlossene Schachteln. Alle machen sich auf die Suche nach Zahlenkombinationen und Schlüsseln.

„Leute, hier steht so‘n Brett mit Zahlen und Buchstaben“, ruft eine Teilnehmerin. Nach und nach knacken die Jugendlichen ein Schloss nach dem anderen. Eins sei verraten: Die Rheinberger Gruppe hat es am Ende geschafft, Paulus‘ Rätsel zu lösen – mit viel Grips und einigen Hinweisen der Veranstalter.

Auch heute und am Samstag können Gruppen bis zu sieben Personen sich im Escape Room versuchen – am Adolph-Kolping-Berufskolleg zwischen 10.30 und 18 Uhr.

Graffiti oder Improvistionstheater

Rund um das Adolph-Kolping-Berufskolleg, der Promenade nebenan, dem Parkplatz an der Wasserstraße, und der Jugendkirche „Effata“ werden in der Lebenswelt „Junge Menschen“ viele Aktionen für Jugendliche angeboten. Bei „Spray for peace“ besprühen sie jeden Tag von 15 bis 18 Uhr mit Künstler Sebastian Rolf Leinwände. Die fertigen Kunstwerke können sie später mit nach Hause nehmen.

Mit Künstler Sebastian Rolf können Jugendliche Leinwände mit Graffiti besprühen. | Foto: Melanie PlochMit Künstler Sebastian Rolf können Jugendliche Leinwände mit Graffiti besprühen. | Foto: Melanie Ploch

Heute können sich Jugendliche ab 14 Uhr im Improvisationstheater üben. Im Adolph-Kolping-Berufskolleg kommen bei „So ein Theater!“ unterhaltsame Szenen zusammen. Um 16.30 Uhr geht es mit der Malteser Jugend los zu einer „Münsteraner Fahrradtour“, um die Stadt kennenzulernen.

Ein Panzer auf der Promenade

Auch auf der Promenade ist viel los: Hier können Jugendliche bei der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) Freundschaftsbändchen untereinander tauschen oder Kreuze mit dem Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ) schleifen. Auf einem blauen Panzer schrieben Jugendliche Friedensbotschaften. Am Samstag ab 10 Uhr wird der Panzer zersägt, sodass sich jeder sein Stück Frieden mitnehmen kann.

In der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) an der Frauenstraße besteht vor allem die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gesprächen austauschen – so zum Beispiel heute und morgen ab 11 Uhr, wenn zurückgekehrte Missionare auf Zeit (MaZ) bei „Pax aus – Ein Jahr in Asien“ von ihrer Zeit erzählen.

Junge Menschen erstmals mit Bühne

Wer überlegt, beruflich etwas mit Theologie zu machen, kann sich ebenso heute und morgen ab 14 Uhr im „Netzwerkcafé Theologie und Beruf“ informieren.

Besondere Höhepunkte bietet die Bühne an der Promenade. Ab 16.30 Uhr treten heute bei „Gefunden. ZuFrieden?“ acht Poetry Slammer gegeneinander an. Cover und eigene Songs aus Rock, Pop und Jazz singt morgen die Akustik-Band „Homebodies on Stage“ aus Hennef ab 11 Uhr. Deutsche Popmusik gibt es am Samstag ab 16.30 mit „Frag Gretchen“ aus Köln.

Zum Abschluss wird gefeiert

Die Stadt Münster kennenlernen können Jugendliche heute ab 17 Uhr mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bei der jugendkulturellen Stadtführung „Münster by night“.

Gefeiert wird am Samstag in der Jovel Music Hall im Albersloher Weg. Beim Konzert „Münster für die Eine Welt“ treten Leslio Clio und die Indie-Band „Fiete“ auf. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Anschließend lädt der BDKJ zur Party der Jugendverbände ein.