Auszeichnung ging nach Unna

Franziskus-Hospital Münster für Krankenhauspreis nominiert

Auch wenn der eigentliche Preis am Ende nach Unna ging: Das St.-Franziskus-Hospital Münster zählte mit dem Projekt „Kultursensible Geburtshilfe“ zu den sechs Nominierten für den Sozialpreis des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (KKVD).

Drei Hebammen und zwei Gynäkologinnen des Hospitals entwickelten nach dessen Angaben bebilderte Karten mit Begriffen in sechs Sprachen. Sie ermöglichen die Verständigung mit Müttern rund um die Geburt auch ohne Deutsch- und Lesekenntnisse. Zudem entstanden Anamnese-Fragebögen zum Ankreuzen in verschiedenen Sprachen. Ferner wurde für das Krankenhauspersonal eine Mappe mit Informationen über den Umgang mit traumatisierten Frauen erstellt.

Bei der Vergabe des KKVD-Sozialpreises (von links): Theo Paul (KKVD-Vorsitzender), Iris Schulte-Bocholt, Henrike Adam und Monika Lottmann (Hebammen im St. Franziskus-Hospital), Bernadette Rümmelin (KKVD-Geschäftsführerin) und Klaus Goedereis (Vorstandsvors
Bei der Vergabe des KKVD-Sozialpreises (von links): Theo Paul (KKVD-Vorsitzender), Iris Schulte-Bocholt, Henrike Adam und Monika Lottmann (Hebammen im St. Franziskus-Hospital), Bernadette Rümmelin (KKVD-Geschäftsführerin) und Klaus Goedereis (Vorstandsvorsitzender des Krankenhausträgers St.-Franziskus-Stiftung). | Foto: pd

Sprachbarrieren abbauen

Das Projekt solle Sprachbarrieren abbauen, Verständnis für kulturelle Unterschiede schaffen und Sicherheit vermitteln, hieß es. Das St.-Franziskus-Hospital verzeichnet rund 2.500 Geburten im Jahr. Etwa 350 Mütter haben den Angaben zufolge einen Migrationshintergrund.

Preisträger des KKVD-Sozialpreises wurde der Katholische Hospitalverbund Hellweg in Unna. Dort helfen freiwillige Integrationsbeauftragte, neue Mitarbeiter und Patienten mit Migrationshintergrund gut zu integrieren.