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Leiter des Katholischen Büros NRW über das neue Landeskabinett

Hamers: „Viele Mitglieder der Landesregierung sind uns positiv gesonnen“

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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat heute die Ministerinnen und Minister seiner Regierung vorgestellt. Was die katholische Kirche von der neuen Landesregierung erwartet, erläutert im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“ der Leiter des Katholischen Büros NRW, Domkapitular Antonius Hamers aus Münster.

Herr Hamers, die neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ist gebildet, der Koalitionsvertrag unterzeichnet. Was wünschen Sie den neuen Ministerinnen und Ministern und dem Ministerpräsidenten?

Dass sie die vielfältigen Herausforderungen – wie Bewahrung der Schöpfung, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, innerer und äußerer Friede und wirtschaftliche Prosperität – mit Klugheit, Augenmaß und Gottvertrauen angehen.

Welchen Einfluss kann das Katholische Büro auf die Landespolitik ausüben?

Wir sind mit vielen Verantwortlichen im Landtag, in der Landesregierung und in den Ministerien im Austausch. Wir werben für unsere Positionen, und wir zeigen mit den zahlreichen kirchlichen Einrichtungen und unserem Engagement im sozialen Bereich, in Kultur und Denkmalschutz, in der Bildung oder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, dass wir als katholische Kirche unseren unverzichtbaren Beitrag leisten für das Gemeinwohl und für die Menschen in unserem Lande.

Gelegentlich infrage gestellt wird das Verhältnis von Kirche und Staat. Mit welchen Signalen aus der Landesregierung rechnen Sie?

Antonius Hamers
Antonius Hamers ist Leiter des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen. | Foto: Michael Bönte

Die jüngsten Austrittszahlen zeigen uns, wie dramatisch unsere Situation als Kirche ist. Unser Ansehen ist bei vielen Menschen auf dem Nullpunkt. Damit verändert sich unsere Rolle in der Gesellschaft grundstürzend. Das wird sich auch auf unser Verhältnis zum Staat auswirken. Auch wenn wir mit über sechs Millionen Katholiken noch die größte gesellschaftliche Gruppe in Nordrhein-Westfalen sind, wird unser Platz in der Gesellschaft zunehmend angefragt. Viele Mitglieder der Landesregierung sind uns positiv gesonnen. Gerade deswegen werden sie manche Entwicklung in der Kirche kritisch und konstruktiv begleiten.

Der politische Alltag ist auch vom atmosphärischen Umgang geprägt. Was tragen Sie zu einem guten Verhältnis zu den Politikern und den Parteien bei?

Das A und O eines guten Verhältnisses ist eine gute Kommunikation. Wir möchten kompetente Gesprächspartner sein, die zugleich gute Botschafter unserer Kirche und ihrer Einrichtungen sind. Wesentlich sind, wie bei jeder Kommunikation, Wahrhaftigkeit und Verlässlichkeit.

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