Pontifikalamt in Gedenken des heiligen Liudger in Billerbeck

Hegge: Christus wieder in den Mittelpunkt stellen

  • Mit dem heiligen Liudger als Vorbild zurück zu den christlichen Wurzeln, dazu rief Weihbischof Christoph Hegge am Gedenktag des Bistumspatrons in Billerbeck auf.
  • Der heilige Liudger sei ein einfacher Wanderprediger gewesen, der – entbrannt von der Liebe zu Christus – bedürfnislos durch die Welt zog und Christus verkündete.
  • Nach dem Maß Jesu entstehe eine neue ‚Kultur der gegenseitigen Achtung und Liebe‘.

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Mit dem heiligen Liudger als Vorbild zurück zu den christlichen Wurzeln, dazu rief Weihbischof Hegge am Gedenktag des Bistumspatrons in Billerbeck auf. Jeder Gläubige ist zum Zeugnis Jesu berufen, betonte der Weihbischof in seiner Fastenpredigt im Pontifikalamt aus Anlass des Hochfest des heilige Liudger im Ludgerus-Dom Billerbeck, wie die bischöfliche Pressestelle Münster mitteilte.

„Back to the roots – zurück zu den Wurzeln, zu den Anfängen des Evangeliums und des Glaubens. Das ist der innere Weckruf, den ich jedes Mal vernehme, wenn ich an den Missionar und Bistumspatron denke“, begann Hegge seine Predigt. Der heilige Liudger sei ein einfacher Wanderprediger gewesen, der – entbrannt von der Liebe zu Christus – bedürfnislos durch die Welt zog und Christus verkündete. „Das ist seine ganze Freude. Dazu braucht er weder Waffen noch Kathedralen. Er braucht sein Leben, sein Zeugnis, seine Überzeugungskraft, seine brennende Liebe zu Christus und seiner Botschaft. Er braucht den Heiligen Geist, mit dem er sich beschenkt weiß und durch den er in ständigem inneren Gebet und Kontakt mit dem auferstandenen Herrn ist“, machte Hegge deutlich.

 

Eine neue ‚Kultur der gegenseitigen Achtung und Liebe‘

 

Mit dieser Begeisterung und innigen Liebe für Christus habe er sich auf den Weg gemacht zu den Menschen. Die Worte Jesu, das ganze Evangelium, sei nicht nur ein frommes und erbauliches Buch. „Es ist geradezu das ‚Drehbuch unseres Lebens‘, in das wir als Akteure eintreten und das durch unser eigenes Leben lebendig und gewissermaßen fortgeschrieben wird in diese Zeit hinein“, schlug der Weihbischof die Brücke ins Heute.

Es ginge darum, dass sich das Evangelium im Leben der Menschen immer wieder ereigne. Die Gläubigen seien berufen und gesandt als Zeugen der froh machenden Botschaft Christi. „Mit Jesus Christus kommt immer und immer wieder die Freude“, zitierte der Weihbischof Papst Franziskus.

In der immerwährenden Berührung mit Christus als Zentrum und gemeinsame Mitte, liege die Faszination und der Sprengstoff des Lebens als Christen. Sie ermöglichten durch liebevolle Zuwendung und Mitgefühl eine Begegnung mit dem lebendigen Christus. „In diesem Sinn lädt der heilige Ludgerus ein, einander mit anderen Augen, mit den Augen der Liebe und Barmherzigkeit Christi zu sehen. So entsteht Gemeinschaft mit Christus und untereinander, so entsteht eine neue ‚Kultur der gegenseitigen Achtung und Liebe‘ nach dem Maß Jesu“, sagte Hegge.

Billerbeck und der Wandermissionar
Der 26. März ist in Billerbeck immer ein besonderer Tag. Dann ehrt die Pfarrei St. Johann/St. Ludger mit einem festlichen Gottesdienst den heiligen Liudger, Gründer des Bistums Münster und Patron der Pfarrei und der Stadt Billerbeck. Der Wandermissionar verstarb im Jahr 809 in Billerbeck. Deshalb ist der Sterbeort des ersten Bischofs von Münster bis heute der Mittelpunkt seiner Verehrung im Bistum geblieben.

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