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Gespräch mit Propst Hans-Bernd Serries aus Billerbeck zum Hochfest des Bistumsgründers am 26. März

So wird der heilige Liudger an seinem Sterbeort verehrt

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Am 26. März 809 starb in Billerbeck der heilige Liudger. Deshalb ist der Sterbeort des ersten Bischofs von Münster bis heute der Mittelpunkt seiner Verehrung im Bistum geblieben. Wie das diesjährige Hochfest des heiligen Liudger am 26. März gestaltet wird, erklärt Propst Hans-Bernd Serries von der Billerbecker Pfarrei St. Johann/St. Ludger im Gespräch.

Herr Serries, wie wird das Hochfest des heiligen Ludgerus am 26. März in Billerbeck gestaltet?

Nachdem wir im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie die Messfeier zum Hochfest hinter verschlossenen Domtüren und unter Ausschluss der Öffentlichkeit feiern mussten, freuen wir uns, dass in diesem Jahr Weihbischof Christoph Hegge aus Münster mit uns am Abend um 18 Uhr die Festmesse feiert. Am Morgen des Tages laden wir um 9 Uhr zum Gebet des Morgenlob, der Laudes, in den Billerbecker Dom ein. Wir halten uns selbstverständlich an alle Corona-bedingten Vorgaben. Leider kann unser Propsteichor die Messfeier nicht mitgestalten, aber dennoch wird es ein festlicher Gottesdienst werden.

Welche Bedeutung hat heute die Verehrung des heiligen Ludgerus in Billerbeck?

Propst Hans-Bernd Serries aus Billerbeck.
Propst Hans-Bernd Serries aus Billerbeck. | Foto: privat

Der heilige Ludgerus ist in Billerbeck Namensgeber für viele Einrichtungen, Unternehmen, Straßen und Wegen. Auch sein Bild ist in unzähligen Darstellungen im öffentlichen Raum und auch in Privathaushalten zu finden. Einen sehr prominenten Platz hat der Heilige zum Beispiel mit einer Skulptur an unserem Rathaus - mit direktem Blick auf den Dom, seinem Sterbeort. Das zeigt, dass der heilige Ludgerus in Billerbeck eine wichtige Rolle spielt und äußerlich sehr wohl wahrgenommen werden kann. Wir bemühen uns aber immer wieder auch, schon Kindern und Jugendlichen seine Lebensgeschichte und seine Botschaft, nämlich den Glauben an Jesus Christus, zu vermitteln, damit auch das nicht in Vergessenheit gerät.

Wie kann das Gedenken an den Missionar und Bistumsgründer wachgehalten werden?

Das ist natürlich eine bleibende Aufgabe, aber Ludgerus würde wohl selbst sagen, dass es ja nicht in erster Linie um ihn geht, sondern, wie es seine eigene Grundbotschaft war: „Ich verkünde euch Christus.“ Um ihn muss es zuerst gehen. Christus darf nicht in Vergessenheit geraten. Eine schöne Weise der Erinnerung ist es, wenn wir mit vielen Menschen aus der Gemeinde am Sonntag vor dem 26. März den „Sint-Lürs-Weg“ von Gerleve zurück in die Stadt Billerbeck gemeinsam gehen.

Was hat es mit dem „Sint-Lürs-Weg“ auf sich?

Das Relief in der Sterbekapelle des Billerbecker Doms stellt den sterbenden Ludgerus dar.
Das Relief in der Sterbekapelle des Billerbecker Doms stellt den sterbenden Ludgerus dar. | Foto: Johannes Bernard

Dieser Weg erinnert an den letzten Weg, den Ludgerus am Tag vor seinem Tod von Coesfeld nach Billerbeck gegangen ist. Als Christen gemeinsam auf dem Weg zu sein, dabei den eigenen Glauben zu vertiefen und ihn gleichzeitig für andere erfahrbar zu machen, das würde dem heiligen Ludgerus sicherlich gut gefallen. Leider können wir diesen Pilgerweg in diesem Jahr auch nicht gemeinsam gehen, aber ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder möglich ist. Ich persönlich habe vor, in den Tagen vor dem Hochfest stellvertretend für die Gemeinde den Weg zu gehen, vielleicht mit einigen Begleitern, so wie die Corona-Regeln es zulassen.

 

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