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"Katholischer Klartext": Bisher haben sich knapp 11.000 Menschen beteiligt

Kirchenreformen: Noch bis zum 5. November abstimmen – Umfrage im Internet

  • An einer Internet-Befragung zu Kirchenreformen unter dem Motto "Katholischer Klartext" haben sich bisher knapp 11.000 Menschen beteiligt.
  • Noch bis zum 5. November können Interessierte mitmachen.
  • Die Ergebnisse sollen unter anderem an Funktionsträger der Deutschen Bischofskonferenz und des Vatikans gehen.
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An einer Internet-Befragung zu Kirchenreformen unter dem Motto "Katholischer Klartext" haben sich nach Angaben der Organisatoren bisher knapp 11.000 Menschen beteiligt. Ergebnisse sollen am 15. November in Bremen an den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer und den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, übergeben werden, teilt der frühere Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Carl Kau als Initiator mit. Außerdem würden sie Funktionsträgern der Deutschen Bischofskonferenz und des Vatikans übersandt. Interessierte könnten noch bis zum 5. November mitmachen.

"Es gilt, ein deutliches Signal zu senden an alle Beteiligten am dringend notwendigen Reformprozess der Kirche und insbesondere des Synodalen Wegs", sagt Kau. Ein ewig vertröstendes "Weiter so" dürfe es nicht geben. "Die große Mehrheit der Menschen erwartet Veränderungen und baldige Reformen."

 

Zeitweiliger Kirchenaustritt vorstellbar?

 

Hier geht es zur Umfrage.

Kau hatte die Umfrage am 1. März zusammen mit weiteren Katholiken aus Bremen und Köln gestartet. Ihr Anliegen ist eigenen Worten nach, gewöhnlichen Katholiken ein Sprachrohr zu geben und Kirchenverantwortlichen Meinungen zukommen zu lassen. Ursprünglich hatten die Organisatoren die Marke von einer Million Voten angstrebt.

Teilnehmende können auf einer Skala angeben, wie wichtig ihnen eine konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsfällen, demokratische Mitbestimmung in der Kirche, die Zulassung von Frauen zu allen Ämtern, eine Abschaffung des Pflicht-Zölibats für Priester und mehr Transparenz im Umgang mit Finanzmitteln sind. Zudem werden sie gefragt, ob sie zu einem temporären Kirchenaustritt bereit wären, um ihrer Forderung nach Reformen Ausdruck zu verleihen und nach deren Verwirklichung wieder einzutreten.

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