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Warum er zurückhaltend auftritt und was er über Reformen denkt

Luis Ladaria – der Chef der Glaubenskongregation wird 75

Kardinal Luis Ladaria, Leiter der Glaubenskongregation, wird am Freitag 75 Jahre alt. Papst Franziskus hatte den Spanier 2017 zum Nachfolger von Kardinal Gerhard Ludwig Müller ernannt.

Kardinal Luis Ladaria, Leiter der Glaubenskongregation, wird am Freitag 75 Jahre alt. Papst Franziskus hatte den Spanier 2017 zum Nachfolger von Kardinal Gerhard Ludwig Müller (71) ernannt, dessen fünfjährige Amtszeit Franziskus nicht verlängerte. Bereits 2008 hatte Benedikt XVI. Ladaria zum Sekretär und damit zweiten Mann der Behörde berufen.

Geboren wurde Luis Francisco Ladaria Ferrer am 19. April 1944 in Manacor auf Mallorca. Bevor er 1966 bei den Jesuiten eintrat, studierte Ladaria Rechtswissenschaften in Madrid. Nach dem Ordenseintritt studierte er Philosophie und Theologie zunächst in Madrid, von 1970 bis 1973 an der Jesuiten-Hochschule St. Georgen in Frankfurt.

Zurückhaltender als Kardinal Müller

Nach der Priesterweihe im Juli 1973 promovierte Ladaria zwei Jahre später in Rom mit einer Arbeit über Hilarius von Poitiers (um 315-367). Anschließend lehrte er neun Jahre lang in Madrid Dogmatik, ab 1984 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. An der von Jesuiten betriebenen Hochschule bekleidete er zudem von 1986 bis 1994 das Amt des Vizerektors.

Anders als sein Vorgänger Müller tritt Ladaria sehr zurückhaltend öffentlich auf. Der Kardinal habe „aus Gründen, die mit seiner institutionellen Rolle zusammenhängen, beschlossen, keine Interviews zu geben“, hieß es bisher auf Anfragen.

Gibt es eine „Protestantisierung“ der Kirche?

Angesprochen auf eine angebliche „Protestantisierung“ der katholischen Kirche sagte Ladaria jüngst, dass „in manchen Kreisen“ der Zugang von Frauen zu Weiheämtern und die Freiwilligkeit des Zölibats gefordert würden. „Aber ich glaube nicht, dass unser katholischer Glaube insgesamt diese Gefahr läuft“, wird Ladaria in einem Buch über von Franziskus ernannte Kardinäle zitiert. Er selbst erhielt die Kardinalswürde Ende Juni 2018.

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