Peter Frings soll Verdachts- und Meldehinweise koordinieren

Missbrauch – Bistum stellt „Interventionsbeauftragten“ ein

Der langjährige Justitiar des Caritasverbandes für die Diözese Münster, Peter Frings (60), wird Interventionsbeauftragter des Bistums Münster. In dieser neu geschaffenen Funktion wird der Jurist (Rechtsanwalt) mit Beginn des zweiten Quartals die Federführung in der Intervention bei Verdachts- und Meldehinweisen, in denen ehren-, neben- oder hauptamtliche Mitarbeitende des Bistums involviert sind, im Bischöflichen Generalvikariat übernehmen.

In seiner künftigen Funktion soll Frings unter anderem die Ansprechpersonen für Verfahren bei Fällen sexuellen Missbrauchs unterstützen. Er soll alle notwendigen Maßnahmen koordinieren, gegebenenfalls externe Fachleute hinzuziehen, die Dokumentation aller Hinweise auf sexuellen Missbrauch gewährleisten, die Kontaktaufnahme zur Staatsanwaltschaft und anderen zuständigen Behörden sicherstellen, mit den Verantwortlichen im Bistum zusammenarbeiten, Unterstützung leisten bei kirchenrechtlichen Voruntersuchungen, und dafür sorgen, dass etwa Pfarreien, in denen es Fälle sexuellen Missbrauchs gab oder gibt, Beratung und Hilfe erhalten.

Bisherige Stationen

Frings hat Rechtswissenschaft in Würzburg und Münster studiert. Nach dem Referendariat am Landgericht Kleve war er seit 1986 juristischer Mitarbeiter beim Caritasverband für die Diözese Münster. Seit September 1999 war er dort Justitiar und seit 2005 zusätzlich Abteilungsleiter „Recht und Wirtschaft“. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag unter anderem auf der sozialrechtlichen Beratung der Dienste und Einrichtungen der Caritas im Bistum Münster. Von 1997 bis 2017 war er Erster Vorsitzender des Vinzenzwerks Handorf. In dieser Funktion wurde er 2010 mit Missbrauchsvorwürfen vom Anfang der 1950er Jahre konfrontiert.

Peter Frings ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt in Münster.