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Erstes Speeddating von frei.raum und Kolpingjugend in Coesfeld

Nach 13 Dates in zwei Stunden hat fast jeder ein „Match“

Nach zwei Stunden Speeddating stand fest: 22 Paare wollen sich wiedersehen. „Schön, dass Kirche es hier geschafft hat, Menschen zusammenzubringen. Was jetzt passiert, liegt nicht in unseren Händen“, freuen sich die Organisatoren.

Noch sind die Zweiertische nicht besetzt. Kerzen, Rosen und buntes Licht sorgen für eine angenehme Atmosphäre im Hopfenspeicher des Brauhauses Stephanus in Coesfeld. Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach und nach eintreffen, spielt Frank Schömig am E-Piano leise Hintergrundmusik.

Etwas schüchtern und ein bisschen nervös schauen sich die jungen Erwachsenen um. Christina Huster, Diözesanleiterin der Kolpingjugend, und Pastoralreferent Daniel Gewand vom Projekt frei.raum.coesfeld begrüßen freundlich die 25- bis 35-Jährigen, die sich vom Niederrhein über die Kreise Coesfeld und Borken sowie aus Münster auf den Weg gemacht haben. 30 Frauen und Männern haben sich zum ersten Speeddating unter dem Motto „glauben.lieben.leben“ für junge Erwachsene angemeldet.

„Partnersuche im Internet ist sehr oberflächlich“

Vor ihnen liegt ein strammes Programm: 13 Dates in jeweils fünf Minuten. Dann geht es los. Von der anfänglichen Stille ist nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil – es herrscht ein ordentliches Stimmengewirr. Die Frauen und Männer reden über ihre Berufe, über ihre Hobbys, tauschen sich aus. Und wenn das Gespräch dann doch ins Stocken gerät, liegen vorbereitete Fragen auf den Tischen bereit. „Fünf Minuten sind wirklich kurz, wenn man sich angeregt unterhält“, berichtet eine Teilnehmerin in einer Pause.

„Das ist ein tolles Angebot. Gerade im ländlichen Raum ist es nicht einfach, neue Menschen in unserem Alter kennenzulernen“, lobt eine Teilnehmerin. Und eine andere fügt hinzu: „Partnersuche im Internet ist sehr oberflächlich. Das ist nichts für mich. Ich mag lieber den persönlichen Kontakt und wollte so ein Speeddating einfach mal ausprobieren“, spricht eine andere vielen aus dem Herzen.

„Unsere Aufgabe als Kirche ist es, Menschen zusammenzubringen“

Für zahlreiche junge Erwachsene ist es – wie auch für die Organisatoren – eine Premiere. „Viele Menschen sind auf der Suche. Unsere Aufgabe als Kirche ist es auch, Menschen zusammenzubringen. Deshalb ist es gut, wenn wir ihnen einen Ort dafür anbieten“, erklärt Gewand den Hintergrund. Und da auch die Kolpingjugend die 25- bis 35-Jährigen mehr in den Blick nehmen möchte, lag die Kooperation an diesem Abend nah. „Wir wussten im Vorfeld nicht, wie es angenommen wird. Aber wir sind total begeistert. Wir mussten einigen Interessierten sogar absagen“, freut sich Huster über die Resonanz.

Nach zwei Stunden haben alle Frauen mit allen Männern gesprochen. „Das war wirklich anstrengend. Ich bin ein bisschen überfordert“, ist ein Teilnehmer überrascht. So viele Gespräche in so kurzer Zeit. „Ich hoffe, dass ich alles richtig behalten habe“, sagt eine junge Frau, schaut auf ihre Notizen und blickt sich noch einmal um. Sie ist sich mit den anderen einig, dass die Zeit sehr schnell vergangen ist und die Gespräche viel Spaß gemacht haben.

„Ich habe vier Mal ‚Ja‘ angekreuzt“

Auf den vorbereiteten Zetteln konnten die Teilnehmenden nach jedem Gespräch ankreuzen, ob sie noch einmal Kontakt zu den Gesprächspartnern wünschen. „Ich habe vier Mal ‚Ja‘ angekreuzt“, berichtet ein Mann und fügt hinzu: „Man trifft hier wirklich nette Menschen.“

Und das ging scheinbar vielen Männern und Frauen so. Denn bei der Auswertung der Rückmeldezettel zählten Huster und Gewand 22 Übereinstimmungen. Fast jeder oder jede hat mindestens ein Match. „Wie schön, dass Kirche es hier geschafft hat, Menschen zusammenzubringen. Was jetzt passiert, liegt nicht mehr in unseren Händen“, freut sich Gewand gemeinsam mit Huster über den gelungenen Abend.

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