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Vier Tage zuvor war er von seinen priesterlichen Aufgaben entbunden worden

Priester im Erzbistum Köln begeht nach Missbrauchsvorwürfen Suizid

  • Ein des Missbrauchs beschuldigter Ruhestandsgeistlicher im Erzbistum Köln hat sich am Wochenende das Leben genommen.
  • Vier Tage zuvor sei er von seinen priesterlichen Aufgaben als Aushilfsseelsorger entbunden und ihm der Kontakt zu Minderjährigen untersagt worden, so die Erzdiözese.
  • Die Vorwürfe beziehen sich auf die 1990er Jahre.
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Ein des Missbrauchs beschuldigter Ruhestandsgeistlicher im Erzbistum Köln hat sich am Wochenende das Leben genommen. Vier Tage zuvor sei er von seinen priesterlichen Aufgaben als Aushilfsseelsorger entbunden und ihm der Kontakt zu Minderjährigen untersagt worden, teilte die Erzdiözese mit. Ende Dezember 2020 habe ein Mann der Erzdiözese mitgeteilt, in den 1990er Jahren als Junge von dem Pfarrer missbraucht worden zu sein.

Das Erzbistum habe zur Klärung der Vorwürfe im Januar die vorgeschriebene kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet und dazu auch ausführlich mit dem Betroffenen gesprochen, wie es hieß. Der Fall sei dann am 3. Februar mit der Bitte um rechtliche Prüfung und Einleitung der notwendigen Schritte an die Staatsanwaltschaft Bonn weitergeleitet worden.

Erzbistum: Hatten dem Beschuldigten psychologische Unterstützung angeboten

Die Erzdiözese hatte eigenen Angaben zufolge dem Beschuldigten seelsorgerische und psychologische Unterstützung angeboten, als ihm die Entbindung von seinen Aufgaben mitgeteilt wurde. Zugleich betonte das Erzbistum, es wolle jedem möglichen Betroffenen Hilfe zukommen lassen. Daher würden am kommenden Wochenende an allen Einsatzorten des Pfarrers Aufrufe veröffentlicht, um mögliche weitere Betroffene zu ermutigen, sich beim Erzbistum zu melden. Auch die Pfarrer der Pfarreien, in denen der Ruhestandsgeistliche tätig gewesen war, seien über die Vorwürfe informiert worden.

Haben Sie Suizidgedanken? Hier gibt es Hilfe
Menschen mit Suizidgedanken können sich an die Telefonseelsorge wenden. Sie ist unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 täglich rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und anonym. Der Anruf findet sich weder auf der Telefonrechnung noch in der Übersicht der Telefonverbindungen wieder. Es gibt auch eine E-Mail-Beratung. Der Mailverkehr läuft über die Internetseite der Telefonseelsorge und ist daher nicht in Ihren digitalen Postfächern zu finden. Hier geht es zur Telefonseelsorge.

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