Coach von Borussia Mönchengladbach über seinen Glauben

Trainer Marco Rose: Weihnachten ist für mich als Christ zentral

Für Marco Rose (43), Fußball-Trainer von Borussia Mönchengladbach, ist das Fest der Geburt Jesu ein zentrales Element im Leben: „Weihnachten ist für mich als Christ etwas ganz Elementares. Das feiere ich auch bewusst im Kreis meiner Familie“, sagte er in einem Interview, das das christliche Medienmagazin „Pro“ aus dem Buch „Was macht Dich stark?“ von David Kadel übernommen hat. Das werde sich auch nie ändern: „Immer wieder mal haben mich Freunde eingeladen, zusammen mit ihnen in den Urlaub zu fahren, aber Heiligabend will ich bei meiner Familie sein. Das ist mir tatsächlich etwas Heiliges.“

Der Glaube an Gott gebe ihm viel Ruhe und Kraft, betonte Rose: „Leider nehme ich mir viel zu selten Zeit dafür, aber am Ende spüre ich immer, wenn ich in Gedanken bei Gott bin, dass es mir gut tut. Deswegen glaube ich auch an Gottes Liebe, weil ich sie spüren kann.“ Wenn er bete und mit Gott rede, sei dies „immer Jesus Christus und nie ein alter Mann mit einem Bart“, ergänzte der Erfolgstrainer.

In Mainz zum Glauben gekommen

„Grundsätzlich bin ich fasziniert von der Stärke, die Jesus ausstrahlt, und davon, wie viel er in seinem Leben für uns auf sich genommen hat“, bekannte Rose weiter: „Die Kraft, die Jesus selbst bei seiner Kreuzigung noch ausstrahlte, und seine Stärke zu verzeihen, das ist für mich etwas Großartiges und daran glaube ich.“

Faszinierend finde er auch, „dass du als Mensch bei Gott fehlbar sein darfst und trotzdem immer zu Gott kommen kannst, weil Jesus deine Schuld auf sich nimmt und versucht, dich wieder in die richtige Richtung zu lenken“. Zum Glauben gekommen sei er erst als Fußballprofi in Mainz, berichtete der gebürtige Leipziger. In seiner Heimat sei Religion kein Thema gewesen.

Respekt für jeden und alles

Im Fußball wie in der gesamten Gesellschaft störe ihn eine zunehmende „Verrohung der Sitten“, erklärte Rose: „Uns allen ginge es doch im Alltag viel besser, wenn man einfach wieder eine grundsätzliche Freundlichkeit und Dankbarkeit an den Tag legen und sich wieder neu bewusst machen würde, welche Werte für das Miteinander gelten sollten, die wir uns alle wünschen.“

Auf die Frage, was man vom Fußball für das Leben lernen könne, antwortete der 43-Jährige: „Zusammenhalt und Verlässlichkeit. Bestimmte Grundwerte sind da schon übertragbar.“ Auch von seinen Spielern verlange er bestimmte Regeln im Umgang miteinander, etwa „Respekt - und zwar für jeden und alles im Verein, ob es jetzt Menschen sind oder Trainingsutensilien“. Auch Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und ein offener Umgang miteinander seien ihm wichtig.