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Klima- und Coronakrise betreffen ganze Gesellschaft

Zum Ramadan: Kirchen in NRW fordern Muslime zum Handeln auf

  • Die Kirchen in Nordrhein-Westfalen rufen Muslime zu Beginn ihres Fastenmonats Ramadan zur gemeinsamen Sorge für die Welt auf.
  • Insbesondere die Klima- und Coronakrise fordere die Gesellschaft heraus.
  • Unterzeichnet haben das Grußwort alle fünf katholischen Bischöfe und Vertreter der drei evangelischen Landeskirchen in NRW.
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Die Kirchen in Nordrhein-Westfalen rufen die Muslime zu Beginn ihres Fastenmonats Ramadan dazu auf, angesichts globaler Krisen gemeinsam Sorge für die Welt zu tragen.

„Für Klima- wie Coronakrise gilt: Sie fordern uns umfassend heraus. Kein Mensch kann ihnen alleine entgegentreten“, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Grußbotschaft der fünf katholischen Bistümer und der drei evangelischen Landeskirchen. „Wir müssen darauf vertrauen und darauf hoffen, dass es uns als Menschheit mit Gottes Hilfe gelingt, die erforderlichen Schritte zu erkennen und zu tun.“

Geduld und Gottvertrauen gefragt

Die „maßlose Lebensweise“ der reichen Länder stehle „den Armen und den kommenden Generationen die Zukunft“, schreiben die Kirchen. In Krisensituationen könnten „Geduld und Gottvertrauen“ den Unterschied machen: „Sie bewahren uns vor Resignation einerseits und kopflosem Handeln andererseits, denn sie sind eng verbunden mit einer weiteren wichtigen Gabe – der Hoffnung.“

Der Fastenmonat Ramadan, eine der fünf zentralen Säulen der islamischen Religion, beginnt in Deutschland am Samstag und dauert in diesem Jahr bis zum 2. Mai. Zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang ist Muslimen während des Fastenmonats das Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. Mit dem Iftar, dem gemeinsamen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet. Häufig treffen sich die Gläubigen an den Abenden auch zum gemeinsamen Gebet oder rezitieren zu Hause Suren des Koran.

Das Grußwort wurde von katholischer Seite unterzeichnet von Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Bischof Helmut Dieser (Aachen), Bischof Felix Genn (Münster), Bischof Franz-Josef Overbeck (Essen) und Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln). Die drei evangelischen Landeskirchen wurden vertreten durch Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Präses Thorsten Latzel (Evangelische Kirche im Rheinland) und Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen).

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