Fahrradwallfahrt und Wallfahrt für Lehrer und Erzieher geplant

Zwei neue Wallfahrtsformen zum Wallfahrts-Jubiläum in Kevelaer

Die heiße Phase der Vorbereitung zum 375-jährigen Jubiläum der Wallfahrt nach Kevelaer hat begonnen. Nach der Vesper in Venlo, die nach den Worten von Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann das Jubiläumsjahr einläutete, wird die Pilgerleitertagung am 25. März einen weiteren Akzent im Vorfeld der zentralen Jubiläumsfeiern setzen.

„Ohne die Niederlande, ohne die Diözese Roermond, könnte in Kevelaer nicht gefeiert werden. Die Kevelaerer Wallfahrt wäre ohne die Niederlande nicht möglich“, betonte Domkapitular Lohmann bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Kevelaerer Priesterhaus. Auch vor diesem Hintergrund sei es gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, als Christen eine starke europäische Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen.

Am 30. April und am 3. Mai sind zwei Sonderwallfahrten für spezielle Zielgruppen geplant. Am 30. April startet ab dem Airport in Weeze eine Fahrradwallfahrt. Alle Radtypen können mitfahren - vom Rennrad über das gängige Tourenrad, vom E-Bike über Kinderräder und Tandems. „Alle Radfraktionen sind willkommen“, sagte Gottfried Mülders vom Vorbereitungsteam.

Segen für die Radpilger

Auf dem Gelände des Flughafens gibt es ausreichend Parkplätze für die Radpilger, die mit dem Auto anreisen und anschließend mit dem Rad die zehn Kilometer lange Strecke zum Kapellenplatz wallfahren wollen. Abfahrt ist um 12.30 Uhr. Um 13.30 Uhr besteht eine „Zustiegsmöglichkeit“ für Kevelaerer und Kinder am Parkplatz Hülsparkstadion/Hallenbad. Um 14 Uhr ist die Ankunft am Kapellenplatz vorgesehen. Dort wird ein Wortgottesdienst gefeiert. Anschließend werden alle Wallfahrer gesegnet. Den Abschluss bildet ein Orgelkonzert mit Elmar Lehnen.

Ab 14.45 Uhr werden für die Pilger Stadtführungen angeboten; auch besteht die Gelegenheit, die Marienstadt auf eigene Faust zu erkunden. Bisher haben sich nach Auskunft von Thomas Selders, dem neuen Rendanten, bereits 100 Personen angemeldet. Eigens für diese Wallfahrt wurde eine Fahrradklingel entworfen, die in Kevelaer zu erwerben ist.

Neues Format etablieren

Die Wallfahrtsleitung hofft, durch dieses Angebot eine neue Zielgruppenwallfahrt ähnlich der Motorradfahrerwallfahrt zu initiieren. „Man muss Wallfahrten wie diese erleben, um sich dafür zu begeistern“, sagte Mülders.

Am 3. Mai findet die erste Kevelaer-Wallfahrt für Pädagogen, Erzieherinnen, Lehrerinnen und Lehrer statt. Start ist um 14.45 Uhr auf dem Peter-Plümpe-Platz. Mit dem Bus werden die Pilger nach Schloss Wissen gefahren. Von dort geht es zu Fuß zur Gnadenkapelle. An verschiedenen Stationen werden Gebete und Texte gesprochen und Lieder gesungen. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Nachmittag im Garten des Priesterhauses.

Möglichkeit zum Auftanken für den Berufsalltag

„Wir möchten uns mit Pädagogen auf den Weg machen, um Kraft für den beruflichen Alltag zu tanken“, sagte Johanna Dicks vom Kevelaerer Kindergarten St. Hubertus. Gerade diese Zielgruppe setze ihre Kraft im Alltag für andere ein und spende Trost, sagte Dicks. „Bei dieser Wallfahrt sollen sie die Gelegenheit erhalten, aufzutanken und sich selbst von der Gottesmutter trösten zu lassen.“

Für ein gemeinsames Erlebnis fehle oft die Zeit, erläuterte Dicks. Diese wolle man mit dieser neuen Wallfahrtsform anbieten. Auch bei der Pädagogenwallfahrt besteht die Hoffnung, dass ausreichend Interesseten kommen, um dieses neue Angebot im nächsten Jahr zu wiederholen.