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Engagierte Mütter setzen Angebot in Havixbeck fort

Aufruf „Rettet den Kleinkindergottesdienst“ hat Erfolg

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Der Vorbereitungskreis für die Kleinkindergottesdienste der Pfarrei in Havixbeck im Kreis Coesfeld war in letzter Zeit ziemlich geschrumpft. Doch Melanie Westphal, Mutter zweier Kinder, ließ nicht locker und startete den Aufruf „Rettet den Kleinkindergottesdienst“. Vier Mütter haben sich gemeldet, so dass es jetzt heißt: Der Kleinkindergottesdienst geht in die nächste Runde.

Erleichtert blickt Melanie Westphal auf die St.-Dionysius-Kirche in Havixbeck und zeigt auf den Kirchplatz, auf dem sich bald wieder Kleinkinder tummeln werden. Denn ihr Aufruf „Rettet den Kleinkindergottesdienst“ blieb im Ort nicht ungehört. „Unser Team bekommt Verstärkung. Die Gottesdienste für die Kleinen gehen weiter, in den Sommerwochen Open-Air auf dem Kirchplatz“, sagt Westphal.

Nach dem Corona-Jahr mit den eingeschränkten Begegnungsmöglichkeiten beginnen wieder die Kleinkindergottesdienste. In der Regel kommen am zweiten Sonntag im Monat Eltern mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren um 9.45 Uhr in der Pfarrkirche zusammen.

Westphal: „Mein Herz schlägt für diese Gottesdienste“

Melanie Westphal bereitet seit fünf Jahren mit Begeisterung in ihrer Pfarrei Kleinkindergottesdienste vor. | Foto: Johannes Bernard
Melanie Westphal bereitet seit fünf Jahren mit Begeisterung in ihrer Pfarrei Kleinkindergottesdienste vor. | Foto: Johannes Bernard

Ein offener Kreis engagierter Mütter gestaltet die Wortgottesdienste schon seit vielen Jahren. Doch das beliebte Angebot stand kurz vor dem Aus, weil sich schlicht und einfach immer weniger Mütter (und Väter) gemeldet hatten, im Vorbereitungsteam mitzumachen.

Ein Ende der Kleinkindergottesdienste wollte Melanie Westphal nicht so einfach hinnehmen. „Mein Herz schlägt für die Kleinkindergottesdienste. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich die Kinder in der Kirche wohlfühlen“, sagt sie.

Erst 13, dann vier und nun acht Mitmachende

Die Mutter eines achtjährigen Sohns und einer fünfjährigen Tochter war zuletzt mit Katrin Wegener, Gesa Bertels und Astrid Kreucher im Vorbereitungsteam. „Als ich vor fünf Jahren ins Team einstieg, waren wir 13 Mütter. Dann schrumpfte der Kreis auf vier, und nun sind wir zu acht“, erklärt Melanie Westphal und freut sich über diesen Zuwachs junger Mütter nach ihrem Aufruf „Rettet den Kleinkindergottesdienst“.

Der 39-jährigen Bankkauffrau ist das Engagement in der Kirche noch einmal besonders wichtig geworden, als die Taufe ihrer Kinder anstand. „Christliche Werte, Gemeinschaft und die vielen schönen Geschichten in der Bibel bereichern das Leben. Das möchte ich auch meinen Kindern mit auf ihren Weg geben“, sagt sie.

Seelsorgeteam schätzt den Mütter-Kreis

Bei einer Mitmachaktion im Gottesdienst malten die kleinen Kinder ihre Hände. | Foto: privat
Bei einer Mitmachaktion im Gottesdienst malten die kleinen Kinder ihre Hände. | Foto: privat

Als sie dann vor fünf Jahren in der Kindertagesstätte angesprochen wurde, ob sie nicht bei den Kleinkindergottesdiensten dabei sein wolle, sei sie ins Team eingestiegen. „Das Seelsorgeteam in Havixbeck schätzt unsere Arbeit. Wir werden unterstützt. Die Zusammenarbeit verläuft reibungslos“, macht die Engagierte deutlich.

In den etwa 30 Minuten dauernden Wortgottesdiensten sind immer etwa 30 Kinder dabei. Bei besonderen Feiern, wie den Tauferinnerungsgottesdiensten und den Krippenspielen, kommen mit den Eltern schon mal mehr als 120 Teilnehmende zusammen.

Eine Geschichte und etwas zum Mitmachen

„Ich denke, dass viele kleine Kinder einen Kirchenraum spannend finden. Sie können spüren: Sie sind in der Kirche willkommen“ sagt Melanie Westphal. Zwei oder drei Lieder werden immer gesungen. Besonders beliebt sei das Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“. „Wir sitzen auf Decken am Taufbrunnen. Es ist eine schöne Atmosphäre.“

In jedem Kleinkindergottesdienst gibt es eine Geschichte und etwas zum Mitmachen. Themen sind etwa Freundschaft, Lieblingsmenschen, die Arche Noah und die Schöpfung. „Uns fällt immer etwas ein“, sagt die Havixbeckerin. Zu Karneval durften sich die Kinder verkleiden, und sie konnten erfahren: „Gott liebt das Lachen.“

Kinder spüren etwas von der Liebe Gottes

Dem Vorbereitungsteam macht es am meisten Freude, wenn die Kinder gern dabei sind und sie von sich aus ihre Mütter und Väter zur Kirche mitnehmen. Dass auf diesem Weg schon die kleinsten Kinder etwas spüren von der Liebe Gottes und den Feiern der Kirche, etwa beim kindgerechten Kreuzweg mit der Ostergeschichte und beim Krippenspiel zu Weihnachten, sei Wunsch vieler junger Familien, sagt Melanie Westphal. In Havixbeck könne dieser Wunsch hoffentlich lange erfüllt werden.

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