Mentoring-Programm der Bistümer wird fortgesetzt

Doppelt so viele Frauen wollen Kirchen-Karriere machen

Der Hildegardis-Verein setzt in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz das Programm „Kirche im Mentoring: Frauen steigen auf“ fort. „Die enorme Nachfrage in den Bistümern hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, sagte Gisela Muschiol, Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, wie die Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mitteilte. Dieses Modell der individuellen, stärkenorientierten Karriere- und Kompetenzförderung sei sehr effektiv, „nicht nur für die Frauen selbst, sondern auch für ihren Arbeitgeber, die katholische Kirche“.

Der erfolgreiche Abschluss des ersten Durchgangs von „Kirche im Mentoring“, an dem insgesamt 40 Frauen begleitet von einer Mentorin oder einem Mentor in 14 Bistümern teilgenommen hatten, führte zu weiteren Anfragen. „Wir haben unser Angebot dann sehr gerne erweitert“, so Muschiol, „und freuen uns besonders, dass dieses Mal auch Bistümer vertreten sein werden, die bisher nicht teilgenommen haben.“ Im Sommer 2018 werde mit beinahe doppelt so vielen Tandems weitergemacht.

Zwei Frauen aus dem Bistum Münster machen mit

Aus dem Bistum Münster werden nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle zwei Frauen am Mentoring-Programm von Juni 2018 bis Juni 2019 teilnehmen.

Das Programm „Kirche im Mentoring - Frauen steigen auf“ begann 2016. Ziel ist es nach Angaben der Bischofskonferenz, den Anteil von Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen, zum Beispiel in den Generalvikariaten, zu erhöhen. Dabei arbeiten die Bischöfe mit dem Hildegardis-Verein zusammen, der seit über 100 Jahren die akademische Aus- und Weiterbildung von jungen Katholikinnen unterstützt. Die Teilnehmerinnen an dem einjährigen Förderprogramm werden von ihren Bistümern berufen oder können sich bei Ausschreibungen bewerben. Jede wird von einer eigenen Mentorin oder einem Mentor betreut.