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Autorin von „Weiberaufstand“ will sich nicht mit Austritt davonstehlen

Florin: Kritik an der Kirche ist kein Kirchenhass

Aus Sicht der Journalistin Christiane Florin heißt Katholischsein kein „blinder Gehorsam“. Warum sie trotz massiver Kritik an klerikalem Machtmissbrauch in der Kirche nicht austritt, sagte die Autorin von "Weiberaufstand" in einem Interview.

Aus Sicht der Journalistin und Autorin Christiane Florin heißt Katholischsein kein „blinder Gehorsam“. Katholiken sollten sich einmischen und überlegen, wann man „begründet widersprechen kann“, sagte Florin in einem Interview des „Tiroler Sonntag“, wie die österreichische Nachrichtenagentur „Kathpress“ berichtet. „Kritik an der Kirche ist kein Kirchenhass“, betonte Florin. Jüngst legte sie die Streitschrift „Trotzdem! Wie ich versuche katholisch zu bleiben“ vor, bekannt wurde sie mit ihrem Bestseller „Weiberaufstand“.

Missbrauch war Augenöffner

Zentral sei für sie Kritik an „klerikalem Machtmissbrauch“, sagte Florin in dem Interview. „Die sexualisierte Gewalt in der Kirche war ein Augenöffner.“ Seitdem sei sie zerrissen: als professionelle Beobachterin blicke sie kritisch auf die Institution Kirche und Autoritäten, „die im Machtsystem Kirche strukturell bevorzugt sind“.

Als klassisch katholisch sozialisierte Frau und engagierte Katholikin wisse sie aber auch, dass Kirche „Teil meines Lebens“ sei, betonte die Autorin. Kirche sei nicht bloß eine Ansammlung an Glaubenssätzen, „sondern immer auch etwas Gefühliges: Heimat, Zugehörigkeit“. Daher könne sie auch nicht einfach austreten: „Es würde sich angesichts der Missstände wie ein 'Davonstehlen' anfühlen.

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