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"Angriff auf unschuldige Zivilisten, Frauen und Kinder"

Kardinal Bo verurteilt Armee-Angriff auf Kirche in Myanmar scharf

  • Die katholische Bischofskonferenz von Myanmar verurteilt den Beschuss der Herz-Jesu-Kirche, bei dem vier Menschen starben.
  • Es handele sich um einen Angriff auf unschuldige Zivilisten, die Schutz gesucht hätten, heißt es in einem Protestschreiben.
  • Die Armee von Myanmar breche mit solchen Angriffen das Völkerrecht.
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Die katholische Bischofskonferenz von Myanmar verurteilt den Beschuss der Herz-Jesu-Kirche in Kayanthayar, bei dem vier Menschen starben, scharf. Es handele sich um einen Angriff auf unschuldige Zivilisten, überwiegend Frauen und Kinder, die in der Kirche Schutz gesucht hätten, heißt es in einem von Kardinal Charles Bo, dem Erzbischof von Yangon, unterzeichneten Protestschreiben.

Neben vier Todesopfern und acht Verletzten habe es an der Kirche durch den Beschuss mit schweren Waffen starke Schäden gegeben, so der Präsident der Bischofskonferenz. Er blicke "mit großer Sorge und Schmerz" auf diese Entwicklung im Kriegsgebiet.

Kardinal: Armee bricht Völkerrecht

Die Armee von Myanmar breche mit solchen Angriffen das Völkerrecht: "Kirchen, Krankenhäuser und Schulen sind nach den Haager Konventionen geschützte Orte in Konflikten." Der Kardinal zeigte sich zudem tief besorgt über das Schicksal von Zivilisten, die nach dem Angriff auf die Kirche in den Dschungel geflohen seien. "Darunter sind viele Kinder und alte Menschen, die nun hungern und ohne medizinische Hilfe sind."

Schon jetzt seien mehr als 20.000 Zivilisten durch die Kämpfe um das nahegelegene Loigaw, die Hauptstadt des Bundesstaates Kayah, vertrieben worden. "Das muss aufhören", so Bo. Gerade in Zeiten, in denen die Bevölkerung unter der Corona-Pandemie leide und weiter verarme, sei der Krieg gegen das eigene Volk eine "Anomalie".

Tausende suchen in Kirchen Schutz

Auf dem Kirchengelände hatten rund 300 Menschen Zuflucht vor Gefechten zwischen dem Militär und der Widerstandsgruppe "People's Defense Force" der Volksgruppe der Karenni gesucht. Nach Angaben des Bistums Loikaw sind derzeit tausende Geflüchtete in katholischen Kirchen und Klöstern untergekommen. Knapp die Hälfte der rund 290.000 Einwohner von Kayah im Osten Myanmars an der Grenze zu Thailand sind Christen.

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