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Nonne kniet vor Polizisten und bittet Polizisten, sie statt die Demonstraten zu töten

Papst: "Auch ich knie in den Straßen von Myanmar"

  • Das Foto geht um die Welt: Die katholische Ordensschwester Ann Rose Nu Tawng kniet vor Polizisten in Myanmar und bittet sie, sie selbst statt jene Menschen zu erschießen, die gegen den Militärputsch demonstrieren.
  • Papst Franziskus hat sich heute mit ihr solidarisch erklärt und rief zu einem Ende der Gewalt auf.
  • Seit dem Beginn der Proteste gegen den Militärputsch am 1. Februar sind laut Aktivisten 180 Demonstranten getötet worden.
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Papst Franziskus hat zu einem Ende der Gewalt gegen Demonstranten der Demokratie-Bewegung in Myanmar aufgerufen. "Auch ich knie in den Straßen von Myanmar", sagte er am Mittwoch in einer vom Vatikan im Internet verbreiteten Videoansprache. Das Bild der katholischen Ordensschwester Ann Rose Nu Tawng, die vor Polizisten kniet und diese bittet, sie selbst anstatt junger Demonstranten zu erschießen, wurde vor einigen Tagen zum Symbol friedlicher Proteste gegen den Militärputsch in dem südostasiatischen Land.

Der Papst beklagte vor dem Hintergrund der gewaltsamen Reaktion des Militärs auf die Demonstrationen, viele junge Menschen seien beim Versuch, ihrem Land Hoffnung zu geben, ums Leben gekommen. "Die Gewalt muss aufhören", mahnte Franziskus. An ihre Stelle müsse Dialog treten. Ein Blutbad könne keinen Konflikt lösen.

Der Hintergrund

Bei der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten gegen die Militärmachthaber in dem südostasiatischen Staat sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 180 Demonstranten getötet worden. Am Mittwoch stellte sich laut Medienberichten auch die einflussreiche Vereinigung buddhistischer Mönche gegen die Armeeführung. Eine "bewaffnete Minderheit" foltere und töte unschuldige Zivilisten, erklärte demnach das State Sangha Maha Nayaka Committee, ein staatliches Gremium buddhistischer Vertreter.

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