11,6 Milliarden Euro, davon 6,1 Milliarden für katholische Kirche

Kirchensteuer-Rekord trotz Rückgangs der Kirchenmitglieder

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben 2016 so viel Kirchensteuern erhalten wie noch nie. Trotz sinkender Mitgliederzahlen erreichten die Kirchensteuereinnahmen mit 11,6 Milliarden Euro ein Rekordhoch. Davon erhielt die katholische Kirche 6,146 Milliarden Euro, die evangelische 5,454 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den 11,461 Milliarden Euro 2015 ist das ein Anstieg um 1,2 Prozent.

In der katholischen Kirche stiegen die Kirchensteuer-Einnahmen im Vergleich zu 2015 (6,09 Milliarden Euro) um 0,9 Prozent, in der evangelischen Kirche (2015: 5,365 Milliarden Euro) um 1,6 Prozent. Die Zahlen der katholischen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland sind auf ihren Internetseiten veröffentlicht.

Grund ist Entwicklung der Löhne

Hauptgrund für den Anstieg ist die Entwicklung der Löhne und der damit verbundene Anstieg der Lohn- und Einkommensteuer. Kirchensteuerpflichtige Mitglieder von evangelischer oder katholischer Kirche zahlen je nach Bundesland acht oder neun Prozent ihrer Lohn- oder Einkommensteuersumme als Kirchensteuer.

In Deutschland ist die Kirchensteuer eine gesetzlich festgelegte Abgabe der Kirchenmitglieder. Sie wird über das Finanzamt eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Der Staat erhält dafür etwa drei Prozent des Steuereinkommens.