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Pfarrer Klaus Honermann hat aktuelle Texte zu den 15 Stationen geschrieben

Kreuzweg für Zuhause mit Texten zur Corona-Pandemie

  • Pfarrer Klaus Honermann aus Xanten hat einen Kreuzweg mit Gebeten und Meditationen geschaffen, der sich mit der Corona-Pandemie beschäftigt.
  • Der Kreuzweg existiert als Broschüre und als Internet-Version.
  • So kann jeder Interessierte die Bilder zu Hause betrachten.
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„Weil die Corona-Pandemie weltweit eine der größten Leidensgeschichten ist, eignen sich Darstellungen dieses Leidens besonders für die Passion Jesu. Jesus leidet mit uns und für uns“, sagt Pfarrer Klaus Honermann aus Xanten. „Im Leiden Jesu haben unsere Schmerzen ihren ‚besten‘ Platz, sagt Jesus doch: ‚Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid‘.“

Immer schon seien die Darstellungen des Leidens Jesu in die jeweilige Zeit hineinversetzt worden. So komme zum Ausdruck, „dass es sich bei der Passion nicht um eine zeitlose Bebilderung eines vergangenen Geschehens handelt, sondern um Vergegenwärtigung und Identifizierung“.

„Corona stellt Glauben auf den Prüfstand“

Der Seelsorger hat einen Kreuzweg mit 15 Stationen geschaffen. Er existiert als Broschüre und als Internet-Version. So kann jeder Interessierte zu Hause die Bilder betrachten, die Meditationen und Gebete lesen.

„Ich selbst empfinde die Pandemie als große Herausforderung an weltweite Solidarität und Zusammenhalt vor Ort. Wie jede Krise stellt uns Corona auf den Prüfstand: unseren Glauben, unser Mitleid, unsere Hoffnung“, sagt Honermann.

Covid-Virus als Jesus-Kopf

Im Zentrum steht ein Kruzifix, ein Gekreuzigter, dessen Kopf aus dem Covid-19-Virus besteht. Die Gestalt ist ein Zweig aus Olivenholz, Symbol für den Lebensbaum schlechthin, aus dessen Früchten das kostbare Öl gepresst ist. „So hat Christus sich auspressen lassen im Geben seines Lebens für uns“, interpretiert Honermann.

Im Hintergrund des Kreuzes sind Worte zu lesen, die das Leiden andeuten, das die Corona-Pandemie mit sich bringt: Zukunftsangst, Sterben, Not, Schmerz, Unfreiheit, Lüge, Virus-Mutation, Insolvenz, Scham, Einsamkeit, Stress, Distanz, Isolation, Atemnot, Überlastung und Verarmung. All dies ist gespickt mit den roten Köpfen, welche die Virus-Abbildung zeigen. Gleichsam am Fuß des Kreuzes ist ein Foto einer Krankenschwester zu sehen, die den Covid-Erkrankten in ihrer Schutzkleidung hilft. Sie kann für Veronika stehen, die Jesus das Schweißtuch reichte.

Von Schutzmasken und Nächstenliebe

Pfarrer Klaus Honermann aus Xanten. | Foto: pd
Pfarrer Klaus Honermann aus Xanten.

An den Außenseiten und Begrenzungen der Station sind Schutzmasken angebracht. „Die Schutzmasken zu tragen, ist lästig. Sie behindern Kommunikation. Und doch sind sie eine notwendige Maßnahme, um andere und sich selbst vor Ansteckung zu schützen“, erklärt Honermann.

An der oberen Leiste, dort, wo sonst das INRI-Schild am Kreuz angebracht ist, ist eine Schutzmaske der Caritas zu sehen. „Caritas, also gelebte Nächstenliebe, ist das Gebot der Stunde. Sie ist die Liebe, die von Gott kommt, die nichts Sentimentales hat, sondern in Jesus von Nazareth Hand und Fuß bekommen hat und ein menschliches Herz“, sagt der Seelsorger.

Internet-Version kann bestellt werden

Wer den Kreuzweg als Broschüre erhalten möchte oder ihn für die Homepage als Internet-Version benötigt, kann sich an Klaus Honermann wenden: honermann-k@bistum-muenster.de.

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