Bundespräsident Frank Walter Steinmeier würdigt den Verstorbenen

Malteser-Großmeister Giacomo Dalla Torre ist tot

Der Malteserorden trauert um seinen verstorbenen Großmeister Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. Der 75-Jährige starb am Mittwoch in Rom. Er stand erst seit 2018 an der Spitze der Malteser.

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Der Malteserorden trauert um seinen verstorbenen Großmeister Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto. Sein Tod hinterlasse eine Lücke, die schwer zu füllen sei, teilte am Mittwoch Ruy Goncalo do Valle Peixoto de Villas Boas mit. Der 80-jährige Portugiese übernahm übergangsweise als Statthalter die Führung des Ordens.

Dalla Torre war in der Nacht zu Mittwoch in Rom im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer im Januar diagnostizierten unheilbaren Krankheit verstorben. Er stand seit 2018 an der Spitze der Malteser. Der Interims-Statthalter nannte Dalla Torre einen „guten und spirituellen Menschen“. Mit seinem diplomatischen Geschick und seinem Charisma habe er viele Mitglieder und Freiwillige inspiriert.

Steinmeier würdigt Reformkraft von Dalla Torre

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Maltesterorden zum Tod des Großmeisters Fra' Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto kondoliert. „Als 80. Großmeister des Malteserordens hat sich Fra Giacomo seit 2018 mit großem Einsatz der Reform Ihrer Gemeinschaft gewidmet. Es war seine Überzeugung, dass die christliche Identität ebenso wie die Souveränität des Ordens und seine internationale Hilfstätigkeit nach einem Regelwerk verlangen, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht“, so Steinmeier in seinem Schreiben an den Großkanzler des Malteserordens, Albrecht Freiherr von Boeselager.

Was ist der Malteserorden?

Als katholischer Orden ist der Souveräne Malteserorden dem Heiligen Stuhl unterstellt. Gleichzeitig ist er politisch ein eigenes Völkerrechtssubjekt. Zu 107 Staaten unterhält der Orden diplomatische Beziehungen, seit Ende 2017 auch zu Deutschland. Die Malteser haben nach eigenen Angaben 13.500 männliche und weibliche Ordensmitglieder sowie rund 120.000 ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter. Sie sind weltweit in der Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sowie im Gesundheitssektor aktiv.

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