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Serie: Auf Seelenpfaden durch den Sommer (2)

Mit dem Fahrrad von Marienbaum nach Xanten

Im Wallfahrtsort Marienbaum beginnt auf der Bahntrasse, die im vorigen Jahrhundert gebaut wurde, der idyllische Alleenradweg. Unter schattenspenden Bäumen fährt man vorbei am Kloster Mörmter bis nach Xanten.

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Als der Alleenradweg 2011 eröffnet wurde, war er zunächst umstritten. Ein Radweg parallel zur Bundesstraße 57, was sollte das denn? Einfach zu teuer, sagten die Kritiker. Eine sinnvolle Ergänzung für Touristen und Einheimische beteuerten die Befürworter, an der Spitze der damalige Bürgermeister Christian Strunk.

Die Abstimmung mit den Pedalen hat den Befürwortern recht gegeben. Dieser Radweg entlang der ehemaligen eingleisigen Bahnstrecke Duisburg Richtung Kleve wird gerade von der Bevölkerung begeistert angenommen. Beginnt er doch im Wallfahrtort Marienbaum, vorbei am Kloster Mörmter und endet im Xanten. Natürlich kann man auch die Strecke umgekehrt radeln.

Surfen, tauchen und Wasserski

Der Wallfahrtsort Marienbaum hat eine lange Tradition. 1430, so die Legende, wurde in dem Ort ein gelähmter Junge geheilt, weil ihm im Traum die Gottesmutter im Baum erschienen war, im „Trappenboom“. Bereits 1441 wurde an der Stelle eine Kapelle errichtet, 1460 gründete Maria von Burgund in Marienbaum ein Kloster nach den Regeln der Brigitta.

Startet man am alten Bahnhof, quasi im Schatten der Wallfahrtskirche, und radelt den Alleenradweg in Richtung Xanten, liegt auf der linken Seite das Herzstück des Xantener Freizeitzentrums, die Seenplatte der Nord- und Südsee, wo man segeln, angeln, surfen, tauchen oder Wasserski fahren kann.

Mit Norbert und Viktor am Ziel

Auf der rechten Seite lugt der kleine Turm der Klosterkirche in Mörmter aus den Bäumen hervor. Mitten im Marienbaumer Hochwald liegt die 1921 erbaute neubarocke, schlichte Saalkirche. Ein Jahr später bezogen dort die ersten Franziskaner die Gebäude. Im zweiten Weltkrieg wurde das Kloster als Lazarett für deutsche Soldaten genutzt, 80 von ihnen liegen auf dem angrenzenden Ehrenfriedhof begraben. Seit 1977 war das Kloster ein Alterswohnsitz für Franziskanermissionare, die aus Brasilien heimkehrten. Heute lebt die Gemeinschaft Fazenda da Esperanza in dem Gebäude. Diese Gemeinschaft hilft jungen Menschen, sich aus ihrer Drogenabhängigkeit zu befreien.

Fährt man weiter entlang der Trasse kommt man am Archäologischen Park vorbei und erreicht das mittelalterliche Zentrum von Xanten. Entlang der Mauerreste der Bischofsburg gelangt man zum Norbertbrunnen mit der Statue des Heiligen. Der Viktor-Dom überragt die Stadt schon von weitem.

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