Vorstellung am 24. April

Nach Amokfahrt: Katholikentag prüft Sicherheitskonzept

Nach der Amokfahrt in Münster wollen die Veranstalter des Katholikentags das Sicherheitskonzept für die dortige Großveranstaltung im Mai überprüfen. „Natürlich werden wir zusammen mit der Polizei alle Vorkehrungen, die wir für die Sicherheit der Katholikentags-Teilnehmenden treffen, auf Herz und Nieren prüfen“, sagte der Geschäftsführer des Katholikentags, Roland Vilsmaier.

Das gelte „auch im Licht der Erkenntnisse, die die Polizei aus diesem schrecklichen Vorfall gewonnen hat“. Das 99 Seiten starke Sicherheitskonzept sei gemeinsam mit Polizei und Behörden über ein Jahr hinweg ausgearbeitet worden. Es werde am 24. April vorgestellt.

Roland VilsmaierRoland Vilsmaier.

Polizei, Kontrollstellen, Wassertanks

Beim Katholikentag werde es Polizei, Kontrollstellen sowie Wassertanks als Barrieren geben. Das solle jedoch nicht zum bestimmenden Bild des Katholikentags werden. Die Amokfahrt werde auch Thema des Treffens sein, kündigte Vilsmaier an: „Wir werden der Opfer auch während des Katholikentags gedenken.“ Das Treffen findet vom 9. bis 13. Mai statt.

Am Samstagnachmittag hatte ein 48-jähriger Mann einen Campingbus in eine Menschenmenge vor einem Lokal in der Altstadt in Münster gesteuert. Dabei wurden zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt. Der Fahrer erschoss sich am Ort des Geschehens. Nach Angaben der Polizei war er psychisch labil und hatte Suizidabsichten.

Haben Sie Suizidgedanken? Hier gibt es Hilfe
Menschen mit Suizidgedanken können sich an die Telefonseelsorge wenden. Sie ist unter den Rufnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 sowie 116 123 täglich rund um die Uhr erreichbar. Sie berät kostenfrei und anonym. Der Anruf findet sich weder auf der Telefonrechnung noch in der Übersicht der Telefonverbindungen wieder. Es gibt auch eine E-Mail-Beratung. Der Mailverkehr läuft über die Internetseite der Telefonseelsorge und ist daher nicht in Ihren digitalen Postfächern zu finden. Hier geht es zur Telefonseelsorge.