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Franziskus: Populismus ist Ursache für Hass

Papst erinnert an Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hat Papst Franziskus zu Besinnung und Erinnerung aufgerufen. Andernfalls drohten die Menschen inmitten ständiger Streitigkeiten gleichgültig zu werden.

Zum bevorstehenden 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar hat Papst Franziskus zu Besinnung und Erinnerung aufgerufen. Andernfalls drohten die Menschen inmitten all der ständigen lauten Streitigkeiten und Beleidigungen gleichgültig zu werden, so das Kirchenoberhaupt bei einer Begegnung mit Vertretern des Simon-Wiesenthal-Zentrums gegen Antisemitismus am Montag im Vatikan.

Angesichts des „barbarischen Wiederauflebens antisemitischer Vorfälle“ verurteilte der Papst „nachdrücklich jede Form von Antisemitismus“. Dagegen müssten „der Boden, auf dem solcher Hass wächst, bearbeitet und dann Samen des Frieden gesät werden“, so Franziskus. Als eine Ursache für Hass nannte er Populismus.

Was ist das „Simon Wiesenthal Center“?

Der Papst rief Christen und Juden auf, sich stärker auf ihr gemeinsames Erbes zu besinnen. Es komme darauf an, „nicht den Weg von Distanz und Ausschluss zu gehen, sondern von Nähe und Inklusion, nicht Lösungen aufzuzwingen, sondern Wege der Annäherung anzuregen“.

Das „Simon Wiesenthal Center“ ist eine jüdische, politisch tätige Nichtregierungsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles. Benannt nach dem Holocaust-Überlebenden Simon Wiesenthal (1908-2005), wurde es unabhängig von ihm 1977 gegründet. Das Zentrum setzt sich vor allem mit der Thematik des Holocaust auseinander. Weitere Standorte der Organisation gibt es in New York, Miami, Jerusalem, Paris und Buenos Aires.

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