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"Eine Frau zu verletzen, bedeutet, Gott zu beleidigen"

Papst ruft an Neujahr zu mehr Schutz für Frauen auf

  • Zu mehr Schutz vor Gewalt für Frauen und Mütter hat Papst Franziskus aufgerufen.
  • "Eine Frau zu verletzen, bedeutet, Gott zu beleidigen", sagte er bei einer Messe zum Fest der Gottesmutter Maria im Petersdom.
  • Am Vorabend hatte der Papst zum Ende des zweiten Pandemiejahres vor einer "Rette sich wer kann"-Mentalität gewarnt.

 

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Zu mehr Schutz vor Gewalt für Frauen und Mütter hat Papst Franziskus aufgerufen. "Eine Frau zu verletzen, bedeutet, Gott zu beleidigen, der von einer Frau seine Menschengestalt angenommen hat", so das Kirchenoberhaupt bei einer Messe zum Fest der Gottesmutter Maria im Petersdom. Da "Mütter Leben schenken und Frauen die Welt bewahren", müsse sich jeder "dafür einsetzen, Mütter zu fördern und Frauen zu beschützen".

Franziskus sprach vor rund 2.000 Gläubigen über das Vorbild der Mutter Jesu. Angesichts der widrigen Umstände ihrer Entbindung in einem Stall, dem "Krippenskandal", habe Maria "alles bewahrt und erwogen". Von dem, was geschah, habe sie sowohl die guten wie die schlechten Aspekte angenommen. Indem Maria zwischen Gutem und Schlechtem einen Zusammenhang herstellte und diese nicht trennte, habe sie "den vollen Sinn, die Perspektive Gottes", erfasst, so der Papst.

Papst warnt vor "Rette sich wer kann"-Mentalität

An Silvester hatte Franziskus angesichts von zwei Jahren Pandemie zu neuer Gemeinschaftlichkeit aufgerufen. Nach einer ersten Phase breiter Solidarität im Jahr 2020 habe sich zuletzt vielfach eine Mentalität des "Rette sich, wer kann", breit gemacht, sagte das Kirchenoberhaupt in der Jahresschlussandacht am Freitagabend im Petersdom. Als Bischof von Rom rief er die Stadt Rom dazu auf, sich für Menschen zu öffnen und sie in ihrem oft harten Alltag zu unterstützen.

Anders als in früheren Jahren leitete der Papst die Feier nicht persönlich, sondern nahm wie andere Bischöfe nur daran teil. Zum Jahreswechsel 2020/2021 war Franziskus wegen seines Ischias-Leidens weder bei der Jahresschlussandacht noch bei der Neujahrsmesse anwesend. An Stelle des Papstes stand als Dekan des Kardinalskollegiums Kardinal Giovanni Battista Re der Vesperandacht zum Hochfest der Gottesmutter Maria vor.

Mahnung an die Stadt Rom

In Anwesenheit des neuen Bürgermeisters Roberto Gualtieri (Demokratische Partei) lobte der Papst in seiner Predigt Rom als "großartige Stadt, die immer wieder auch verzaubert". Für jene aber, die dort leben, sei sie auch eine "anstrengende Stadt", leider nicht immer ihrer Bürger und Gäste würdig. Eine offene und geschwisterliche Stadt, erkenne man eben nicht an ihren Fassaden, schönen Worten und hochtrabenden Events, erklärte Franziskus.

Der ursprünglich im Anschluss geplante traditionelle Besuch des Papstes an der Krippe auf dem Petersplatz war am Tag zuvor abgesagt worden. Angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen sollten Menschenansammlungen und ein damit erhöhtes Ansteckungsrisiko vermieden werden, so das vatikanische Presseamt.

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