Leitungsgremium für Christentreffen in Frankfurt hat sich gebildet

Planung für Ökumenischen Kirchentag 2021 begonnen

In Frankfurt ist der Startschuss für die Vorbereitungen zum dritten Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) gefallen. Am Freitag konstituierte sich das Gemeinsame Präsidium. Es soll das Christentreffen in der Mainmetropole im Jahr 2021 vorbereiten. Dem Leitungsgremium gehören Vertreter von evangelischer und katholischer Seite an.

Die evangelische Präsidentin Bettina Limperg sagte, vom ÖKT solle ein „Zeichen der Hoffnung für diese Welt“ ausgehen. Die Präsidentin des Bundesgerichtshofs bezeichnete Frankfurt als idealen Ort, um Zukunftsfragen der Gesellschaft zu verhandeln. „Frankfurt ist globalisierte Weltstadt, Wirtschafts – und Bankenstandort, in Frankfurt treffen ökonomischer Glanz und das Elend der Großstadt aufeinander, Frankfurt ist lebendige Stadt der Kunst und handfester Kultur – wo könnte man besser ringen um gemeinsame Positionen als hier?“

„Größtes Kirchenereignis der nächsten Jahre“

Der katholische Präsident Thomas Sternberg nannte den ÖKT „das wohl größte kirchliche Ereignis der kommenden Jahre in Deutschland“, das „weit über unsere Kirchen und über unser Land hinaus“ wahrgenommen werde. Impulse setzen solle nicht nur der Dialog zwischen den Vertretern der christlichen Konfessionen, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Es gelte, im Austausch mit dem Judentum ein „klares Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus“ zu setzen.

Problematisch sei auch eine wachsende Ablehnung des Islam. „Dass die Übertragung von allen möglichen Problemen auf eine Religion zu katastrophalen Konsequenzen führt, das sollten wir als historische Lektion gelernt haben.“ Deswegen müsse auch das Gespräch mit den Muslimen „einen bedeutenden Platz“ beim ÖKT bekommen.

Das ZdK veranstaltet das bundesweite Christentreffen gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT).