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Nach 17 Jahren auf der Gaesdonck

Schulleiterin Doris Mann verabschiedet: Habe keinen einzigen Tag bereut

  • Doris Mann, Schulleiterin des bischöflichen Internatsgymnasiums Collegium Augustinianum Gaesdonck, ist in den Ruhestand verabschiedet worden.
  • 17 Jahre lang hat sie an der Gaesdonck gearbeitet – als Lehrerin, stellvertretende Schulleiterin und seit 2014 als Schulleiterin.
  • Als einen besonderen Moment ihrer Schulleiterzeit behält sie eine Beobachtung während der Rom-Wallfahrt in Erinnerung.
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Ein „Abschied auf Raten“ – so bezeichnet Doris Mann ihren Ruhestand. Denn auch nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wird sie in der nächsten Zeit ihrer Nachfolgerin in der Schulleitung des bischöflichen Internatsgymnasiums Collegium Augustinianum Gaesdonck, Sabine Schleede-Schmalz, bei Fragen zur Verfügung stehen. „Bis sich das Gefühl einstellt, dass ich wirklich im Ruhestand bin, wird es wohl noch etwas dauern“, sagt die 63-jährige Doris Mann, die mit ihrem Mann in Winnekendonk lebt.

17 Jahre lang hat sie an der Gaesdonck gearbeitet, nach ihrem Referendariat am Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern zunächst als Lehrerin für Mathematik und Chemie, ab 2011 dann als stellvertretene Leiterin. Mit der Umstrukturierung im Jahr 2014 wurde sie Schulleiterin, neben dem Direktor und dem Leiter des Internats. Auch in dieser Zeit unterrichtete sie weiter und betreute zuletzt Schülerinnen und Schüler in Mathematik. „Ich bin erst relativ spät in den Lehrerberuf eingestiegen und habe mich vorher um die Erziehung meiner vier Kinder gekümmert“, berichtet sie.

Doris Mann: Keinen einzigen Tag Bereut

Eine Verbindung zur Gaesdonck hatte sie jedoch schon seit 1997 – da besuchte einer ihrer Söhne das Internatsgymnasium. „Die Zeit auf der Gaesdonck habe ich immer als ein großes Glück empfunden“, blickt sie nun zurück und lobt das dortige Gemeinschaftsgefühl. Das habe sich zum Beispiel bei der großen Romwallfahrt vor zwei Jahren gezeigt, bei der ihr ein Moment besonders im Gedächtnis geblieben ist: „Am Mittwoch vor der Papstaudienz war ich mit einigen Kolleginnen und Kollegen schon früh auf dem Petersplatz. Dort konnte ich beobachten, wie nach und nach immer mehr unserer Schülerinnen und Schüler auf den Platz kamen. Und ich habe gesehen, welche Freude sie gemeinsam hatten.“

Einiges habe sich in den vergangenen 17 Jahren verändert. „Die Mathematik ist heute anwendungsorientierter“, nennt sie ein Beispiel. Und auch in der Technik habe sich viel getan: „Früher war man froh, wenn man mal eine Farbfolie ausdrucken konnte. Heute haben alle Lehrer Tablet-Computer und in den Klassenräumen gibt es große Bildschirme anstelle von Tafeln. Und auch der Umgang der Schüler mit der Technik ist ganz anders geworden“, sagt Doris Mann. In ihrer Laufbahn habe sie viele schöne und auch einige herausfordernde Momente erlebt. „Bereut habe ich aber keinen einzigen Tag“, zieht sie zufrieden ein Fazit.

Teamplayerin und Lehrerin mit ganzem Herzen

Eine große Verabschiedung war aufgrund der Pandemie noch nicht möglich. Direktor Markus Oberdörster sagt: „An ihrem letzten Arbeitstag haben wir Doris Mann in einer kleinen Feierstunde schon einmal unsere Wünsche sozusagen vorab mit auf den Weg in den verdienten Ruhestand gegeben: Die Schülersprecher und der Speaker der Internatshäuser haben eine Video-Botschaft geschickt, das Lehrerkollegium ein phänomenales Video eingesungen und in einer unserer bislang größten Video-Konferenzen konnten sich das Kollegium und die Leitung zumindest einmal gegenseitig zuprosten.“ Doris Mann sei stets „eine Lehrerin mit ganzem Herzen“ gewesen, betont Oberdörster, „und eine Mathematikerin, die die Menschen hinter den Zahlen sieht.“

Weihbischof Rolf Lohmann sagt zum Abschied der ehemaligen Schulleiterin: „Ich danke Doris Mann für ihren langjährigen Einsatz als Lehrerin und Schulleiterin. Ich habe sie in meiner Zeit als Vorsitzender des Stiftungsvorstand als eine Teamplayerin erlebt, die sich immer für die Schülerinnen und Schüler wie auch das Lehrerkollegium eingesetzt hat. Sie hat exzellente Arbeit geleitet und dabei die Gaesdonck nach vorne gebracht. Für Ihren Ruhestand wünsche ich ihr alles Gute und Gottes Segen.“

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