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Wallfahrtstag in Recklinghausen am 20. September mit 14 Stationen

Sebel singt Corona-Song „Zusammenstehen“ bei Stadtwallfahrt

  • Lied des Sängers aus Recklinghausen mehr als 2,2 Millionen Mal geklickt
  • Live-Auftritt am Ende der Stadtwallfahrt in Recklinghausen
  • Am Wallfahrtstag 14 Stationen für Pilger in der Stadt

Wenn am 20. September um 15.30 Uhr zum Abschluss der Stadtwallfahrt in Recklinghausen Sebel seinen Corona-Song „Zusammenstehen“ singen wird, sind nicht nur die 70 zugelassenen Besucher in der St.-Antonius-Kirche mit dabei. Das Lied wird über den Youtube-Kanal der Recklinghäuser Pfarrei St. Peter live gestreamt, und es werden sicher viele Menschen dieses Lied über ihr Smartphone, am Tablet oder am Computer mitsingen.

Sebel, der eigentlich Sebastian Niehoff heißt und in Recklinghausen wohnt, hatte wohl den Hit schlechthin in der Corona-Krise gelandet. Mit „Zusammenstehen“ schrieb er einen gefühlvollen Song über das Leben in dieser Krise.

Ein Lied aus Recklinghausen geht um die Welt

Mehr als 2,2 Millionen Mal wurde das Musikvideo des Sängers auf Youtube bisher angeklickt. Das Lied ging um die Welt. „Zusammenstehen“ traf den Nerv der Menschen mit den Worten „Wir können etwas schaffen, wenn wir als Menschen das Große und Ganze sehen und in den Kampf gehen, gegen das Virus - weil wir alle zusammenstehen.“

Für die Mitglieder des Stadtkomitees der Katholiken in Recklinghausen passt das Lied gut zum Anliegen der diesjährigen Stadtwallfahrt, die nicht wie traditionell zum Annaberg nach Haltern führt, sondern zu 14 Kirchen und Stationen in Recklinghausen. Dort wartet auf die Mitmachenden von 11 bis 15.30 Uhr ein Programm zu den Themen Eine Welt, Caritas und Liturgie.

Größtes Programm in der Geschichte der Stadtwallfahrt

Sebastian Niehoff alias „Sebel“. Screenshot aus seinem Musikvideo „Zusammenstehen“.
Sebastian Niehoff alias „Sebel“. Screenshot aus seinem Musikvideo „Zusammenstehen“.

„Wohl noch nie hatte die Stadtwallfahrt ein größeres Programm als in diesem Corona-Jahr“, sagt Gustav Peters, Vorsitzender des Stadtkomitees. Gepilgert werde quer durch Recklinghausen in alle Stadtteile. „14 Standorte sorgen dafür, dass sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer gut verteilen und dabei viel erleben.“

Gottesdienste, Meditationen, Musik, Aktionen für Kinder, Gespräche mit geflüchteten Menschen, Informationen über soziales Engagement – all das wird in den gut fünf Stunden geboten. „Bei dieser Breite an Angeboten ist für jeden etwas dabei“, sagt Pfarrer Oliver Paschke.

Digitales Angebot über eine App

Besonders für Jugendliche könnte der Tag interessant werden: Erstmals gibt es bei der Stadtwallfahrt ein digitales Angebot. Eine Schnitzeljagd kann über die App „Actionbound“ heruntergeladen werden. Über diese kostenlose App haben Teilnehmer die Möglichkeit, an der digitalen Stadtrallye teilzunehmen.

Die Stadtwallfahrt trägt das Leitwort „Gebt ihnen zu essen“. Das Motto macht darauf aufmerksam, dass die Corona-Pandemie gerade in der Einen Welt zu Knappheit von Lebensmitteln geführt hat. „Am Beispiel des Landes Guatemala werden wie erläutern, wie sehr die Menschen dort von einer Hungerkrise betroffen sind“, sagt Georg Möllers vom Stadtkomitee. Mehrere Eine-Welt-Kreise in Recklinghausen unterstützten Projekte in Guatemala.

Weiße Fahnen und Tücher an den Kirchen

Um auf das Schicksal der „vergessenen Leidtragenden“ aufmerksam zu machen, so Möllers, werden an den Kirchen weiße Fahnen, Handtücher und T-Shirts ausgehängt. „Diese weißen Fahnen sind Hilfeschreie. In Mittel- und Lateinamerika machen sie auf die verzweifelte Lage der Armen aufmerksam“, sagt Möllers.

Die Teilnehmer der Stadtwallfahrt sind eingeladen, konkrete Solidarität zu zeigen. Deshalb wird an diesem Tag in den Gottesdiensten für die Gemeindecaritas gesammelt, die sich um arme Menschen in Recklinghausen einsetzt. Abgegebene Lebensmittelspenden gehen an die „Recklinghäuser Tafel“. Der Erlös aus den Aktionen an den 14 Stationen und die Spenden in den Sammeldosen unterstützen Misereor-Hilfsprojekte in der Einen Welt und damit auch soziale Initiativen in Guatemala.

Kirchenglocken läuten um 15.15 Uhr

Zum Ausklang des Pilgertages werden um 15.15 Uhr stadtweit die Kirchenglocken läuten. Zugleich kündigen sie den musikalischen Höhepunkt zum Abschluss der Stadtwallfahrt an, wenn Sebel seinen Song „Zusammenstehen“ singt.

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