Marien-Wallfahrtsort bei Cloppenburg sammelt für neue Orgel

Spenden für die Orgel in Bethen kommen auch aus Berlin

Aus 2000 Pfeifen und 28 Registern soll die neue Orgel bestehen, in der Basilika in Bethen, dem Marien-Wallfahrtsort im Kreis Cloppenburg. Spätestens in zwei Jahren soll der Auftrag erteilt werden, sagt Bethens Kirchenmusiker Christian Kienel. Der setzt sich besonders für die neue Orgel ein. Und er will, dass das Vorhaben gelingt.

Die Gemeinde hat einen Orgelverein gegründet, der Spenden sammelt und Patenschaften für die 2000 Pfeifen einwirbt. „Wir haben seit dem offiziellen Start am 21. Januar schon 75 Paten gewinnen können“. berichtet Kienel.

Paten spenden für Pfeifen der Orgel

Eine Familie habe sich zum Beispiel aus den Tönen der jeweiligen Pfeifen den Anfang des Liedes „Stille Nacht“ ausgesucht, erzählt Kienel. Eine weitere Familie beteilige sich mit sieben Pfeifenpatenschaften: Eltern, vier Kinder und ein Lebenspartner. Spender könnten ihre Spenden auch mit etwas Persönlichem wie dem Lieblingskirchenlied oder den Anfangsbuchstaben des Namens verbinden, schlägt Kienel vor.

750 000 Euro müssen zusammenkommen, „eine stolze Summe“. Kienel will Mut zum Spenden machen: „Jede Summe zählt, von 30 bis 2500 Euro,“ sagt er. Anregungen zum Spenden gibt es in einem Flyer und auf der Homepage des Vereins.

Spenden für Bethen gehen aus ganz Deutschland ein

Der Hauptteil der Spender kommt bisher aus Bethen und aus der näheren Umgebung, berichtet Kienel. Aber auch aus Berlin und München sind schon Patenschaften übernommen worden. „Unser Wallfahrtsort und damit auch die Orgel hat ja eine überregionale Bedeutung für die Gläubigen“, sagt Kienel.

Die alte Orgel aus dem Jahr 1952 sei eigentlich nicht völlig unbrauchbar, so der Kirchenmusiker. Aber mit 16 Registern sei sie viel zu klein für die Basilika. Wie ein Haus, in dem das Fundament zu schwach und das Dach zu schwer sei. Die Orgel werde der Kirche in einem Wallfahrtsort so nicht gerecht, erklärt Kienel. Zudem sei sie viel zu sehr „auf Lautstärke getrimmt“, daher komme der Klang „manchmal schrill“ an.

Bethens Orgel kommt aus Sachsen

Drei Jahre Bauzeit sind vorgesehen, eine renommierte Orgelbaufirma in Bautzen ist beauftragt worden, entsprechende Pläne zu verwirklichen. Der Orgelbauverein erhofft sich auch Gelder der öffentlichen Hand und von Stiftungen. Das Bischöfliche Offizialat in Vechta fördere die Innenausstattung der Kirche inzwischen nicht mehr mit Kirchensteuermitteln, so Kienel.

Zahlreiche Wohltätigkeitsveranstaltungen zugunsten der Orgel habe es schon gegeben, berichtet Christian Kienel.  Auch Chöre aus den Nachbargemeinden geben Konzerte in der Basilika und tragen somit zur Finanzierung der Orgel bei. Zugesagt haben für Oktober die Chöre aus Nikolausdorf und Garrel.

Die alte Orgel werde verkauft; sie sei für kleinere Kirchen immer noch gut einsetzbar, sagt Christian Kienel. Für den Kirchenmusiker ist auch das ein Mosaikstein zur Finanzierung.

Wie man für die Orgel in Bethen spenden kann
Förderverein zum Bau einer neuen Orgel für die Sankt-Marien-Basilika Bethen e.V., T. 0 44 71/70 10 00, www.orgelbauverein-bethen.de.