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Fragen und Antworten rund um den Advent

Warum gibt es vier Adventssonntage?

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Gefühlt ist der Advent fast immer zu kurz - wegen der vor Weihnachten oft zunehmenden Hektik. Aber was macht die Vorbereitungszeit überhaupt aus? Wir haben Pater Daniel Hörnemann gefragt, der jeden Adventssonntag eine Antwort gibt. Diesmal: Warum gibt es vier Adventssonntage?

Um ein Fest wirklich feiern zu können, braucht es eine Vorbereitungszeit. Die Gestaltung der Adventszeit hat ihre eigene Geschichte. Sie dauerte zunächst mal drei Wochen, dann sechs Wochen. Schließlich schrieb das Konzil von Trient (1545-1563) für die gesamte Kirche eine vierwöchige Vorbereitungszeit auf Weihnachten vor.

Eine Aktion der Evangelischen Kirche betont: „Alles hat seine Zeit! Advent ist im Dezember“. Dann auf jeden Fall! Aber er beginnt oft schon früher im November. Als Grundregel gilt: Der Erste Advent fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem 26. November. Der früheste Termin wäre der 27. November, von da an ergäbe das die längstmögliche Adventszeit bis Heiligabend. Der späteste Termin wäre der 3. Dezember. Die Adventszeit kann also zwischen 28 und 22 Tagen dauern.

Der 1. Advent ist immer der vierte Sonntag vor dem Weihnachtstag am 25. Dezember. Ist der 24. Dezember ein Sonntag, dann ist dieser Vierte Advent zugleich der Heilige Abend.

Zentrale Botschaften

Die Adventssonntage haben je ihr eigenes liturgisches Gepräge und in den Evangelien ihre eigenen Zentralaussagen:

Lesejahr A
1. Adventssonntag: „Der Menschensohn kommt unerwartet“ (Mt 24,29-44),
2. Adventssonntag: „Zeit zu neuer Hinwendung zu Gott“ (Mt 3,1-12),
3. Adventssonntag: „Bist du der Kommende?“ (Mt 11,2-11),
4. Adventssonntag: „Gott ist mit uns“ (Mt 1,18-24).

Lesejahr B
1. Adventssonntag: „Wachsamkeit – bis Er kommt“ (Mk 13,33-37),
2. Adventssonntag: „Mein Bote bahnt den Weg für dich“ (Mk 1,1-8),
3. Adventssonntag: „Johannes ist der Zeuge für das Licht“ (Joh 1,6-8.19-28),
4. Adventssonntag: „Für Gott ist nichts unmöglich“ (Lk 1,26-38).

Lesejahr C
1. Adventssonntag: „Richtet euch auf, eure Erlösung ist nahe“ (Lk 21,25-28.34-36),
2. Adventssonntag: „Der Wegbereiter Johannes“ (Lk 3,1-6),
3. Adventssonntag: „Was sollen wir tun? - Johannes antwortet“ (Lk 3,10-18),
4. Adventssonntag: „Begegnung mit Segen“ (Lk 1,39-45).

Wohin der Advent weist

Die Richtung des Advents wird mit dem alten Eingangsgesang des 1. Advents eindeutig angesagt: „Ad te: Zu dir!“ Dorthin wenden sich Herz und Seele. „Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele.“ (Ps 25,1-4). Der 1. Advent ist ein Auftakt. Es beginnt die Zeit des Entzündens der Adventskranzkerzen und des Öffnens der Adventskalendertüren.

Im Advent beginnt unsere Zukunft, das Entgegenkommen unseres Gottes. Die Texte des 1. Adventssonntags weisen auf den Doppelcharakter des Advents hin. Sie fordern uns auf, uns mit ganzem Herzen Gott hinzuwenden und bereit zu sein für die zweite Ankunft: „Wenn nun das alles eintritt, dann schauet auf und erhebet euer Haupt, denn es naht eure Erlösung“ (Lk 21,25-33).

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