Kirche+Leben Lexikon

Was bedeutet Segnung?

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Jede Segnung ist ein Lobpreis Gottes und eine Bitte um seinen Schutz. Wenn schon Menschen sich gegenseitig Glück und Erfüllung wünschen, z. B. am Geburtstag oder zu Beginn einen neuen Jahres, und sich dieser Weise „segnen“, gilt dies umso mehr von Gott. Die Fülle des Segens ist Jesus Christus. Darum geschieht die Segnung durch ein Gebet und das Kreuzzeichen, das der Segnende in die Luft zeichnet.

Gesegnet werden vor allem Menschen. Einbezogen in den Segen werden aber auch die Gaben der Natur und die Produkte der Technik, damit sie auf Gott ausgerichtet und zu seinem Lobpreis benutzt werden.

Am bekanntesten ist der Tischsegen (Tischgebet), von Bedeutung ist auch der Segen der Eltern für ihre Kinder; außerdem gibt es den Wettersegen um ein gutes Gedeihen der Feldfrüchte, die Segnungen von Haus und Wohnung, den Krankensegen und den Reisesegen u.ä.

Segnungen finden sich auch an vielen Stellen des Kirchenjahres: Gesegnet werden Wasser, Kreide und Weihrauch am Dreikönigsfest; Kerzen an Mariä Lichtmess, Speisen an Ostern, Kräuter an Mariä Himmelfahrt und der Wein am Johannestag (29. Dezember).

Mit bestimmten Segnungen werden Personen oder Dinge aus dem profanen Bereich ausgesondert und ganz für Gott oder den Gottesdienst geweiht. In diesen Fällen spricht man von einer Weihe.

Missbräuche von Segnungen treten dann auf, wenn sie magisch verstanden werden oder aber der Bezug auf die beteiligten Personen und ihre Gottesbeziehung verloren geht. Dies ist z.B. der Fall bei Waffensegnung. Missbräuchlich wurde dabei die heilvolle Zuwendung Gottes an die Soldaten, deren Leben im Krieg physisch und psychisch gefährdet ist, auf die benutzten Waffen übertragen.

Segnungen werden zusammen mit Weihen und Exorzismus als Sakramentalien bezeichnet.