Wegen eines Gelübdes zu Maria nach Tschenstochau

95-Jährige pilgert 1.100 Kilometer zu Fuß nach Polen

Emma Morosini (95) pilgert derzeit 1.100 Kilometer von ihrer norditalienischen Heimatstadt Castiglione delle Stiviere beim Gardasee zum polnischen Marienwallfahrtsort Tschenstochau. Als Motiv nannte die ehemalige Krankenschwester der Zeitung „La Stampa“ ein Gelübde anlässlich einer schweren Operation vor 28 Jahren. Im Übrigen glaube sie, „dass es immer nötig ist, der Madonna Danke zu sagen“.

Augenblicklich hält sich Morosini bei Pordenone etwa 250 Kilometer vom Start entfernt auf. Als Unterkünfte dienen der 95-Jährigen Pfarreien oder Pensionen. „Sobald ich müde werde, halte ich an und schaue mich um. Irgendwas finde ich immer“, sagte die Betagte, ausgestattet mit Warnweste, Rosenkranz und Einkaufstrolley. Sie wandere ohne Eile. „Ich bin ja alleine, und niemand wartet auf mich.“

Sie ist schon 30.000 Kilometer gepilgert

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Morosini zu einem Wallfahrtsziel auf den Weg macht. Zuvor besuchte sie unter anderem Santiago, Jerusalem, Lourdes, Fatima, Aparecida in Brasilien und das argentinische Marienheiligtum Lujan - insgesamt um die 30.000 Kilometer. „Solange die Beine mich tragen, reise ich weiter“, sagte Morosini.