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Experten der Bischofskonferenz plädieren für maßvollen Lebensstil

Kirchen-Studie: Bevölkerungswachstum bremsen!

  • Die katholische Kirche in Deutschland macht sich für eine globale "sozial-ökologische Transformation" stark.
  • Eine interdisziplinäre Expertengruppe der Deutschen Bischofskonferenz legt dazu eine Studie vor.
  • Ziel müsse sein, dass alle Menschen "unter Wahrung der planetaren Grenzen gut leben können".
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Die katholische Kirche in Deutschland macht sich für eine globale "sozial-ökologische Transformation" stark. Als ethische Zielperspektive formuliert eine neue Studie einer interdisziplinären Expertengruppe der Deutschen Bischofskonferenz, dass alle Menschen jetzt und künftig "unter Wahrung der planetaren Grenzen gut leben können".

Auf 60 Seiten wird beschrieben, welche Hindernisse dem Ziel in den Bereichen Energiewirtschaft, Verkehr, Konsum und Landwirtschaft entgegenstehen. Dann werden mehrere Stellschrauben benannt, um den Prozess voranzutreiben.

 

Anreize besser als Verbote

 

"Verbote sind nicht das Mittel erster Wahl", sagte der Leiter der Expertengruppe, der Münchner Wirtschaftsethiker Johannes Wallacher. Vielmehr müsse man sich durch die richtigen Anreize und einen ordnungspolitischen Rahmen auch Marktmechanismen zunutze machen.

Bisher sei vielfach das Verursacherprinzip außer Kraft gesetzt, bemängelte Wallacher. Dadurch könnten Kosten etwa der Förderung und Verbrennung klimaschädlicher Kohle auf andere abgewälzt werden. Dies müsse geändert werden, unter anderem durch eine international abgestimmte CO2-Bepreisung.

 

In der Kirche sei noch Luft nach oben

 

Eine wichtige Rolle misst der Text Religionsgemeinschaften und Kirchen bei, vor allem bei der Bremsung des Bevölkerungswachstums und der Etablierung maßvoller Lebensstile.

Der Vorsitzende der Weltkirche-Kommission der Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, sagte, in der katholischen Kirche geschehe schon viel zur Bewahrung der Schöpfung, es sei aber auch noch Luft nach oben. "Wir werden nur im Wort glaubwürdig, wenn wir es auch in der Tat sind", sagte er.

Um das Bevölkerungswachstum etwa in Afrika zu reduzieren, sei die Emanzipation und Bildung von Frauen ein zentraler Faktor. Außerdem müssten die Menschen über Möglichkeiten der Familienplanung aufgeklärt werden. Staatliche Zwangsmaßnahmen oder Abtreibung als Mittel der Geburtenkontrolle lehne die Kirche dagegen ab.

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