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„Religionsunterricht ist mehr als Wissensvermittlung“

Bistum Münster: 27 Referendare dürfen Religionsunterricht geben

  • 27 künftige Religionslehrende im Bistum Münster haben die vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis erhalten.
  • Sie beginnen in Kürze ihr Referendariat.
  • Die Verleihung der Urkunden erfolgte während eines Gottesdienstes in der Überwasserkirche in Münster.
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Menschen wahrnehmen und sich ihnen über den Unterrichtsstoff hinaus zuwenden: Unter diesem Motto sind in Münster 27 künftige Religionslehrerinnen und -lehrer beauftragt worden. Bei einem Gottesdienst in der Überwasserkirche erhielten sie die vorläufige kirchliche Unterrichtserlaubnis (VKU). Diese berechtigt sie, während ihre bald beginnenden Referendariats im Bistum Münster Religionsunterricht zu erteilen, wie die Bischöfliche Pressestelle berichtet.

Die Vergabe der VKU ist nötig, weil für den katholischen Religionsunterricht das Land Nordrhein-Westfalen und das jeweilige Bistum gemeinsam verantwortlich sind. Religionslehrkräfte handeln im Namen beider Institutionen. Daher brauchen sie zusätzlich zum Studium der Katholischen Theologie die VKU. Nach dem Referendariat werden sie dann die Beauftragung für das Berufsleben als Religionslehrerkraft erhalten, die „Missio canonica“.

Religionsunterricht mehr als Wissensvermittlung

Den Gottesdienst zur Verleihung der VKU leitete Bruder Konrad Schneermann. Nach der Begrüßung durch Jutta Feldmann vom Mentorat, das die bisherigen Studierenden bislang begleitet hat, und der thematischen Einführung durch Andrea Reiling von der Abteilung Religionspädagogik des Bistums ging Bruder Konrad in seiner Predigt auf den Auftrag der Nachwuchslehrkräfte ein. Dabei bezog er sich auf das Leitwort des Gottesdienstes, „Durchscheinen“.

„Auf uns alle als Christen trifft zu, dass durch uns etwas von Gottes Liebe und seinem Ja zu uns durchscheinen soll“, sagte er. Wenn sie dieses Durchscheinen nicht erfahren, könnten Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht Wissen erwerben, ohne tatsächlich zu begreifen. „Religionsunterricht ist mehr als Wissensvermittlung, mehr als Kulturreligiosität, sondern eröffnet einen Erfahrungsraum der Nähe Gottes“, betonte Bruder Konrad. Dort könnten junge Menschen erfahren, dass sie gehalten und getragen sind und in der Liebe Gottes stehen.

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