Diebstahl vor mehr als drei Jahren

Borghorster Stiftskreuz wieder aufgetaucht

Das Borghorster Stiftskreuz ist wieder da. Das wurde am Freitag bei einer Pressekonferenz des Bistums in Münster bekanntgegeben. Das Kunstwerk aus dem 11. Jahrhundert war seit seinem Raub aus der Nikomedes-Kirche in Steinfurt-Borghorst im Oktober 2013 spurlos verschwunden.

Bischof Felix Genn präsentierte das wiedergefundene Kreuz sichtlich erfreut. Es ist oberflächlich betrachtet intakt, nur der moderne Plexiglas-Fuß fehlt. Es soll aber noch einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden, wie es hieß.

Seit dem Diebstahl hatte die Polizei intensiv nach Tätern und dem Verbleib des Kreuzes gefahndet. Ende 2015 konnten drei Männer, die des Diebstahls überführt wurden, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Im September 2016 war ein weiterer Mann als mutmaßlicher Auftraggeber festgenommen worden. Der Prozess gegen ihn beginnt am 8. März.

Mehrere Millionen Euro wert

Ob sich durch diese Festnahmen neue Anhaltspunkte für das Versteck des Kreuzes ergaben oder die 50.000 Euro Belohnung eine Rolle spielten, die das Bistum Münster für die Wiederbeschaffung des Kreuzes ausgelobt hatte, ist noch offen.

Der kulturhistorische Wert des kostbar verzierten Kreuzes aus dem 11. Jahrhundert wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Es gehört zu den bedeutendsten Goldschmiedearbeiten aus der Salierzeit und enthält in einem Bergkristallfläschchen 17 Reliquien. Der reine Materialwert hingegen wird mit einem unteren fünfstelligen Betrag angegeben.