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Neher: Freiwilligendienste sind das Vorrecht der Zivilgesellschaft

Caritas kritisiert neuen Freiwilligendienst der Bundeswehr

  • Die Caritas kritisiert den an neuen freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz der Bundeswehr.
  • „Es ist eine Art Schnupperkurs für die Bundeswehr“, sagt der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbands, Prälat Peter Neher.
  • „Freiwilligendienste sind das Vorrecht der Zivilgesellschaft, nicht des Staates.“
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Die Caritas kritisiert den am Dienstag startenden freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz der Bundeswehr deutlich. „Die Bundeswehr sollte es als das bezeichnen, was es ist: Es ist eine Art Schnupperkurs für die Bundeswehr“, sagte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbands, Prälat Peter Neher, dem ARD-Hauptstadtstudio. „Freiwilligendienste sind das Vorrecht der Zivilgesellschaft, nicht des Staates.“

Neher pocht stattdessen darauf, bestehende Freiwilligendienste wie das Soziale Jahr, das Ökologische Jahr und den Bundesfreiwilligendienst zu stärken. Einen - noch dazu deutlich besser bezahlten - neuen zu schaffen, sei „blinder Aktionismus“, findet der Caritas-Präsident.

Was ist der neue Dienst?

Der neue freiwillige Dienst der Bundeswehr startet laut Verteidigungsministerium zunächst mit rund 1.000 Stellen in 30 Einheiten in Deutschland. Rund 9.000 Menschen haben demnach bislang Interesse bekundet.

Die Freiwilligen bekommen eine soldatische Ausbildung aus drei Monaten Grundausbildung und einer anschließenden Spezialausbildung. Anschließend sollen die Absolventen innerhalb von sechs Jahren fünf Monate Reservedienst ableisten und etwa bei Katastrophen, schweren Unglücken oder in der Pandemiebekämpfung helfen. Dabei soll eine Verwendung im regionalen Umfeld ermöglicht werden. Auslandseinsätze sind nicht vorgesehen.

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