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DVHL in finanzeill angespannter Lage – einige Mitarbeiter entlassen

Heiliglandverein: Schließungen sind nicht geplant

  • Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande (DVHL) ist in einer finanzeill angespannten Lage.
  • Einigen Mitarbeitern wurde deshalb schon gekündigt.
  • Einrichtungen sollen aber nicht veräußert werden.

Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande (DVHL) will trotz der angespannten finanziellen Lage unverändert an seinem Engagement im Heiligen Land festhalten. „Keine unserer Einrichtungen steht zur Disposition“, sagte der neue DVHL-Generalsekretär Matthias Vogt auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Jerusalem.

Mitte September hatte der Leiter des DVHL-Jerusalem-Büros, Georg Röwekamp, seinen Dienstsitz nach Tabgha verlegt, um dort zusätzlich die Leitung des DVHL-Gästehauses zu übernehmen. Für Anfang Oktober wurden zudem die Verträge von zwei deutschen Mitarbeiterinnen im DVHL-Gästehaus „Paulus-Haus“ in Jerusalem gekündigt. Auf KNA-Nachfrage erklärte Vogt, die erfolgten personellen Veränderungen seien „kein Hinweis auf eine Aufgabe von Einrichtungen oder auf deren grundlegende Umstrukturierung“.

Gästehäuser werden noch mehrere Monate geschlossen bleiben

Das Paulus-Haus steht seit Schließung der Grenzen in Israel im März leer. Ein Großteil der Mitarbeiter wurde nach DVHL-Angaben entlassen. Viele von ihnen habe man durch den Sozialfonds des Hauses finanziell weiterhin unterstützen können. In Tabgha am See Genezareth konnte in den Wochen zwischen dem ersten und zweiten Lockdown mit israelischen Gästen im Rahmen der Belegungsgrenzen des israelischen Gesundheitsministeriums der Betrieb aufrechterhalten werden. Wann der Betrieb der beiden Gästehäuser wiederaufgenommen werden könne, wisse derzeit niemand, sicher jedoch „nicht in den kommenden Monaten“, so Vogt. 

Die deutschen kirchlichen Einrichtungen haben auf verschiedenen Ebenen unter den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu kämpfen. Unter anderem fiel die Palmsonntagskollekte, die wichtigste Einnahmequelle des DVHL, in den Gottesdiensten aus. Die darauffolgende Onlinekampagne erzielte nach DVHL-Angaben nur einen Bruchteil des durchschnittlichen Spendenergebnisses aus den letzten Jahren.

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